SchimpansInnen und Bonobos


Kultur
Sex
Gefühle
Politik
Sprache
Intelligenz & Selbstbewusstsein
Menschenrechte für Menschenaffen

Eine große Barriere zur Akzeptanz von Tierrechten ist die anthropozentrische Auffaßung, daß Menschen und andere Tiere total verschieden sind, wie z.B. bzgl. Instinkt, freiem Willen, Selbstbewußtsein, Kultur, Kunst, Sex, Liebe, Sprache usw. Um dem entgegen zu wirken werden im folgenden einige Aspekte des Lebens von SchimpansInnen und Bonobos vorgestellt, die bislang als ausschließlich den Menschen vorbehalten galten. 
SchimpansInnen und Bonobos werden deshalb für diesen Vergleich gewählt, weil sie 99% der Gene mit den Menschen teilen und die Menschen die ihnen am nähersten verwandten Tiere sind, näher noch als die Gorillas. Abgesehen davon wurden sie auch aus diesen Gründen von menschlichen WissenschaftlerInnen besser erforscht als die meisten anderen Tiere.

Kultur

Bei SchimpansInnen und Bonobos hat man in der Freilandforschung insgesamt 24 verschiedene Arten von Werkzeuggebrauch gefunden. Ein Beispiel dazu sind Blätter als Schwamm, wobei die Blätter dafür zuerst ausgewählt, dann durchgekaut und zuletzt getrocknet werden. Mittels solcher Schwämme laßt sich dann Wasser aus Astgabelungen aufsaugen, das sonst nicht erreichbar wäre. Ein anderes Beispiel wären Nußknacker, die sorgfältig ausgewählt werden, ein flacher Stein als Amboß, ein anderer als Hammer. Es bedarf langer Übung diese Nußknacker so zu verwenden, daß die Schale geknackt aber die Nuß nicht zerquetscht wird. Im übrigen sind sich die BesitzerInnen effizienter Nußknacker des Werts ihrer Werkzeuge in dem Ausmaß bewußt, daß sie es überallhin mit sich herumtragen. Ein anderes Beispiel eines Werkzeugs sind Termitenangeln, die sorgfältig aus gewissen Zweigen gefertigt werden, indem die Blätter und die Rinde entfernt wird. Danach wird die Angel in den Termitenbau eingeführt und damit vibriert, bis sich einige Termiten daran festgebissen haben, die sich dann herausziehen lassen.

Insgesamt wurden 9 Rohstoffe für solche Werkzeuge bekannt. Diese sind z.B. Moos, Blätter, Zweige, Stöcke, Steine etc. 12 Arten von Werkzeugnutzungen wurden gefunden, wie z.B. Schwamm, Hammer, Angel, Behälter etc. Es gibt sogar Werkzeuge zur Werkzeugherstellung, wenn mit der Hilfe von Steinen z.B. ein entsprechend flacher Amboß für den Nutzknacker erst hergestellt wird.

Die Werkzeugnutzung ist eine Kultur, weil verschiedene Stämme, die genetisch ident sind, in derselben Umwelt verschiedene Traditionen von Werkzeugnutzung und –herstellung zeigen. Im übrigen ist die Werkzeugnutzung nachweislich angelernt, wenn sie Jungtieren beigebracht wird, die dann diese Tradition weiter tragen.

Ein anderes Beispiel von Kultur bei SchimpansInnen und Bonobos ist die Medizin. In der Freilandforschung wurden insgesamt 35 verschiedene Stoffe nachgewiesen, die als Medizin benutzt werden. Verwendete Pflanzenteile sind dabei z.B. Blatt, Stengel, Beeren, Rinde, die ganze Pflanze, Erde von Termitenhügeln usw. Auch in der Art der Einnahme dieser Medizin wird sehr sorgfältig vorgegangen. Manche Medizin wird nur gekaut und ausgespuckt, andere geschluckt, wieder andere nur im Mund 5 Sekunden gerieben und dann entfernt usw. Manchmal wird die Medizin ausschließlich bei Morgengrauen eingenommen, und zwar so, daß das Blatt nie mit den Fingern berührt wird, indem es direkt mit dem Mund von der Pflanze gepflückt wird. Man hat gefunden, daß die medizinisch relevante Chemikalie erst durch den Morgentau aus der Blattoberfläche gelöst wird, und eben bei Berührung mit den Fingern abgewischt werden würde.

Situationen, in denen die Medizin angewandt wird, sind z.B. Apetitlosigkeit, Verstopfung, Darmparasiten, Darminfektionen, Kopfweh, Magenbeschwerden, Ringwürmer, Menstruationskrämpfe, Wehen einleiten, Abtreibung, Nierenschmerzen, Durchfall, Fieber, Zahnschmerzen usw.

Bei manchen der Mittel ist die Wirkung unbekannt, bei manchen gab es eine pharmakologische Bestätigung der medizinischen Wirkung und manche der Medizin ist auch bei einheimischen Menschen derselben Gegenden bekannt. Jedenfalls ist auch diese medizinische Fürsorge ein Kulturgut, wiederum weil verschiedene Stämme, die genetisch ident sind, in derselben Umwelt verschiedene Traditionen von Medizinanwendungen zeigen, und die Medizinanwendungen selbst in der Kindheit von Erwachsenen gelernt werden.

Ein weiteres Beispiel für Kultur wäre Kunst bei SchimpansInnen und Bonobos. Aus der Freilandforschung ist gemeinsames Singen bekannt, in der Gefangenschaft haben einige Individuen auch gemalt und gezeichnet und so Kunstwerke geschaffen, die auf Auktionen höhere Preise erreicht haben, als so manches menschliche Kunstwerk. Der Bonobo Kanzi ist für seine Zeichnungen von Bäumen z.B. bekannt geworden. Im folgenden wird kurz eine Rezension der Kunstwerke der Wiener Orang-Utan Frau Nonja durch den bekannten USAmerikanischen Expressionisten Peter Lamborn Wilson zitiert:

Wir waren von der Qualität der Kunstwerke schwer beeindruckt – unser erster Gedanke war, daß wir lieber eine "Nonja" besäßen, als manche der Malereien, die wir in den verschiedenen Wiener Restaurants in den letzten Tagen zu sehen bekommen hatten! 

Ihre Pastellzeichnungen sind explosiv und hell, aber wir waren viel mehr von den "Nahrungsmittelfarben"-Malereien beeindruckt, bei denen die Künstlerin ihre Farben mischt, um eine satte organische Tönung zu produzieren, speziell ein komplexes und eher melancholisches Braun (es erinnert an die notorische Traurigkeit eines Gefängnisses), das von Kunstwerk zu Kunstwerk ein bißchen variiert. Diese Brauntöne werden durch helle Farben kontrastiert. Die gezogenen Linien sind scharf und distinkt, überhaupt nicht wie ein "Gekritzel", sondern erinnern eher an japanische Schrift und Kalligraphie – fast formal, sehr elegant. 

Baumbewohner bewegen sich viel mehr im 3-dimensionalen Raum als wir menschlichen Flachländer, und es ist interessant Nonja's Gemälde als 2-dimensionale Darstellungen einer 3-dimensionalen Kinetik zu betrachten. Die Zeichnungen scheinen mehr in dieser Richtung interpretierbar zu sein als die Malereien, die viel eher eine Anerkennung der Ebene der Oberfläche und der Einschränkung durch die quadratische oder rechteckige Form der Gemälde erkennen lassen. 

Es fällt mir sehr schwer jemandem zuzustimmen, der sagt, daß Menschenaffen-Kunst mit dem Gekritzel von 2- oder 3-jährigen Menschen vergleichbar ist, und nur als "Prä-Ästhetik" zu bezeichnen wäre. Am ehesten könnte man noch die Zeichnungen so interpretieren, aber sicher nicht die Malereien, die sehr überlegt wirken und tatsächlich ununterscheidbar sind von der Kunst anerkannter abstrakter Expressionisten. Die Gegenständlichkeit fehlt, nicht aber das ästhetische Gefühl, der Geschmack, oder, wenn man so will, der kontrollierte Pinselstrich. 

Müssen wir unser privilegiertes Menschsein von allem Verdacht bewahren, daß Selbstbewußtsein (im Gegensatz zum bloßen Bewußtsein) in der Biosphäre weiter verbreitet ist als die gegenwärtige traditionelle Ansicht es gestattet? Nonja, die Künstlerin, ist mehr als eine Kuriosität. Sie ist ein Fenster in eine andere Welt.

Sex

In der Freilandforschung wurde die gesamte Variationsbreite der Sexualität, wie wir sie von Menschen kennen, bei SchimpansInnen und Bonobos beobachtet. Sex wird nicht nur zur Fortpflanzung verwendet, ganz im Gegenteil, bei gewissen Bonobostämmen ist Sex eine der wesentlichsten Ausdrucksformen und findet so natürlich hauptsächlich zu unfruchtbaren Tagen statt oder auf eine Weise, daß keine Nachkommen gezeugt werden können.

Bei SchimpansInnen und Bonobos gibt es den weiblichen Orgasmus, der lange Zeit für ein menschliches Unikat gehalten wurde, es gibt die Masturbation, es gibt die Vergewaltigung, es gibt Prostitution, wenn zumeist weibliche Individuen männlichen Individuen Sex anbieten um andere Vorteile wie besondere Früchte zu erhalten, es gibt Sex als Macht- und Druckmittel, es gibt Promiskuität, Homosexualität, Sex mit Kindern, temporäre Monogamie, Gruppensex, Oralverkehr, Zungenkuß, manuell-genitale Stimulation, Geschlechtsverkehr Bauch zu Bauch, die klassische Missionarsstellung, von der die „Zivilisation“ eine lange Zeit dachte man hätte sie erst den „Wilden“ als zivilisierte Art von Sex beizubringen, es gibt auch den Abbruch des sexuellen Verkehrs, wenn der/die PartnerIn Desinteresse zeigt usw. De facto gibt es keine physisch mögliche Paarungsstellung, die nicht schon beobachtet worden ist.

Im folgenden einige Zitate aus dem Buch „Lucy“ von Maurice Temerlin, in dem er Erlebnisse mit einem Schimpansenmädchen beschreibt, das in seinem Haus als seine Tochter, wie er sagt, aufgewachsen ist:

Eines nachmittags um etwa 5 Uhr beobachteten meine Frau Jane und ich das folgende – nicht untypische – Geschehen: Lucy ging vom Wohnzimmer in die Küche, öffnete den Schrank und nahm ein Glas, öffnete einen anderen Schrank und nahm eine Flasche Gin. Dann goß sie ein bißchen vom Gin in ihr Glas und ging mit dem Drink ins Wohnzimmer zurück. Vom Tisch nahm sie eine Ausgabe des Magazins „National Geographic“, ließ sich auf dem Sofa nieder und begann das Magazin durchzublättern während sie ab und zu an ihrem Drink nippte. 

5 Minuten später hielt sie plötzlich inne, als ob sie einen Einfall hatte. Sie setzte sich auf, dachte kurz nach, stellte den Drink und das Magazin auf den Boden, sprang auf und ging zu dem Kabinett auf der anderen Seite des Hauses, etwa 20 Meter von dort entfernt, wo sie gesessen hatte. Sie öffnete die Tür zum Kabinett und nahm den Staubsauger heraus, brachte ihn ins Wohnzimmer und steckte den Stecker in die Steckdose. Dann entfernte sie die Bürste vom Saugstutzen, schaltete den Staubsauger ein und hielt das Ende, an dem die Luft eingesogen wird, direkt an ihre Genitalien. 

Sie masturbierte mit dem Staubsauger, bis sie einen recht eindeutigen Orgasmus hatte, dann drehte sie die Maschine ab, nahm wieder ihren Drink und das Magazin zur Hand, legte sich auf dem Sofa zurück und setzte dort fort, wo sie aufgehört hatte: genüßlich das Magazin zu durchblättern während sie hin und wieder an ihrem Drink nippt. 

Lucy masturbiert auch manchmal, indem sie sich den Zeigefinger rythmisch tief in die Vagina schiebt. Oft benutzt sie dabei einen Spiegel, mit dessen Hilfe sie genau verfolgen kann, wie ihr Finger in ihrem Geschlecht verschwindet. Nach einiger Zeit wird der Rhythmus, mit dem sie ihren Finger einführt, immer rascher, bis sie in einem Orgasmus explodiert. Bei dieser Art der Masturbation nimmt sie auch darauf bedacht, daß ihre Handfläche während der Penetration des Zeigefingers an ihrer sehr großen Klitoris reibt. So scheint sie ihre gewaltigsten Orgasmen zu bekommen. 

Einmal brachte ich Lucy aus der Stadt ein Playgirl Magazin mit, in dem nackte menschliche Männer abgebildet waren, bei denen man auch den Penis sah. Wie ich nach Hause kam, saß Lucy gerade auf dem Sofa mit einem Gin und Tonic. „Für Dich“, sagte ich, und überreichte Lucy das Heft. Sie akzeptierte das Geschenk anfänglich ohne besondere Reaktion. Doch beim Durchblättern der Bilder wurde sie immer aufgeregter. Jedes neue Bild eines nackten Mannes steigerte ihre Begeisterung merklich. Sie starrte auf den Penis der Modelle und machte Geräusche wie wenn sie einen besonderen Leckerbissen sieht, nämlich tiefe „uh, uh, uh, uh, ...“ Laute. Sie streichelte den Penis auf dem Bild mit ihrem Zeigefinger, zuerst vorsichtig und dann wilder. War sie mit einer Seite fertig, dann blätterte sie auf die nächste und begann wieder den Penis zu streicheln. Dabei ignorierte sie Jane und mich komplett. 

Dann entfaltete sie den „Mann-des-Monats“ in der Mitte des Magazins. Dabei stand sie vom Sofa auf und legte die Photographie sorgfältig ausgebreitet auf den Boden. Dann stellte sie sich über das Bild auf zwei Beine und ging langsam in die Knie, wobei sie darauf achtete, daß ihre Vagina genau auf dem Penis des Mannes auf dem Foto zu liegen kam. Zuletzt rieb sie etwa 20 Sekunden lang mit ihrer Vagina auf dem Foto-Penis hin und her und begann auf-und-ab Bewegungen zu machen. Plötzlich hörte sie damit auf, stand auf und ging unruhig im Zimmer umher. 

Gefühle

Jane Goodall hat mehr als 35 Jahre mit freilebenden SchimpansInnen im Gombe Reservat in Tansania verbracht. Ihre Erlebnisse führten sie zu der Einstellung Tierrechtlerin und Veganerin zu werden. Über SchimpansInnen sagt sie, daß sie keine Gefühlsregung bei diesen Tieren gefunden hätte, die sie nicht auch von sich selber kennt, und umgekehrt, daß sie keine Gefühlsregung von sich selber kennt, die sie nicht auch bei SchimpansInnen erlebt hätte.

Z.B. wurde auch Altruismus bei nicht-blutsverwandten Individuen in der Freilandforschung beobachtet, wie z.B. ein Freund einem anderen, der durch eine Krankheit gelähmt worden war, geholfen hatte. In der Gefangenschaft hat man auch gesehen, daß z.B. einem herzukranken Individuum Hilfe der Gemeinschaft, die nicht mit ihm verwandt war, zu Teil wurde. Es gibt auch zahllose Beispiele, wo SchimpansInnen und Bonobos Individuen anderer Tierarten, wie z.B. auch Menschen oder Vögeln, das Leben gerettet oder ihnen wenigstens sehr geholfen haben. Es wurden auch echte reziproke Freundschaften mit Individuen anderer Tierarten beobachtet, wie z.B. mit Katzen und Hunden in der Gefangenschaft, oder mit Pavianen in der Freilandforschung.

Im folgenden ein Zitat aus dem Buch „Through a Window“ von Jane Goodall, in dem von Liebe, Depression und Selbstmord die Rede ist:

Flint war 8 ½ Jahre alt, als seine Mutter Flo starb. Schimpansen dieses Alters können normalerweise schon für sich selber sorgen, besonders wenn sie in einer so großen Familie mit soviel Zusammenhalt aufgewachsen sind, wie Flint. Es ist auch keine Seltenheit, daß Jugendliche von ihren älteren Geschwistern „adoptiert“ werden. 

Aber Flint, der in einer so engen Beziehung mit seiner Mutter gelebt hatte, wollte scheinbar nicht ohne ihr leben. Seine ganze Welt hatte sich um seine Mutter gedreht, ohne ihr war das Leben hohl und sinnleer. Ich werde nie vergessen wie ich gesehen habe, wie Flint 3 Tage nach dem Tod seiner Mutter langsam in einen hochgewachsenen Baum nahe des Flußes kletterte. Er ging entlang einer der Äste, hielt inne und starrte lange Zeit bewegungslos auf das leere Nest unter ihm. Nach etwa 2 Minuten drehte er sich um und kletterte so langsam wie ein alter Mann den Baum hinunter, ging ein Stück auf der Erde, legte sich nieder und starrte ins Leere. Das Nest war das letzte gewesen, in dem er mit seiner Mutter vor ihrem Tod übernachtet hatte. Was hat er gedacht wie er da gestanden ist und auf das Nest gestarrt hat? Erinnerungen an vergangene, fröhliche Tage? Wir werden es nie erfahren. 

Es war ein unglücklicher Zufall, daß Flint’s ältere Schwester Fifi zu dieser Zeit gerade auf Wanderschaft war. Wäre sie dort gewesen, hätte sie Flint vielleicht trösten können und die Dinge hätten sich anders entwickelt. So wanderte Flint einige Zeit mit seinem älteren Bruder Figan mit, und in der Gegenwart seines großen Bruders schien er seine Depression ein bißchen abschütteln zu können. Aber dann, plötzlich, verließ er die Gruppe und seinen Bruder wieder, und kehrte ganz allein an den Ort des Todes seiner Mutter zurück. Und dort versank er in eine tiefere Depression als jemals zuvor. Einige Zeit später kam Fifi, die ältere Schwester, zu Flint. Aber seine Depression war schon zu weit gediehen. Obwohl sie ihn pflegte und sich um ihn kümmerte, und ihn aufforderte mit ihr weiterzuziehen, zog Flint sich immer mehr in sich selbst zurück. Er hatte weder die Kraft noch den Willen ihr zu folgen. 

Flint wurde immer lethargischer, aß nichts und wurde letztendlich krank. Ich sah ihn das letzte Mal lebendig, wie er mit hohlen Augen, bewegungslos und total depressiv, eingerollt in den Büschen neben der Stelle lag, an der seine Mutter gestorben war. Natürlich hatten wir versucht ihm zu helfen. Einer unserer Stundenten blieb jeden Tag ununterbrochen bei ihm, und versuchte ihn mit verschiedenen Leckerbissen zum Essen zu bewegen. Aber nichts konnte den Verlust seiner geliebten Mutter ausgleichen. Sein letzter Weg vor seinem Tod war genau zu dem Ort, an dem seine Mutter gestorben war. Seine Schwäche zwang ihn alle paar Meter zu rasten. An der Stelle angekommen, blieb er mehrere Stunden lang völlig regungslos und starrte ins Wasser des nahen Stromes. Dann rollte er sich ein – und bewegte sich nicht mehr wieder.

Politik

Jahrzehnte der Beobachtungen von SchimpansInnen und Bonobos in der Freilandforschung und in großen Freigehegen, wie im Arnheim Zoo in Holland, haben eine Vielzahl von Beweisen an den Tag gebracht, daß Politik, auch mit langfristiger Planung, eine wesentliche Größe in den Kulturen dieser Tiere ist. Es gibt politische Koalitionen, Machiavelli’sche Schachzüge, das Machtstreben als bestimmenden Faktor und sogar Krieg. So hat man zwischen 1974 und 1978 in Gombe in Tansania einen 4 jährigen Krieg zwischen einem nördlichen und einem südlichen SchimpansInnenstamm beobachtet. Der nördliche Stamm schickte dabei regelmäßig schlagkräftige Patrouillen in das Territorium des südlichen, mit dem Ziel einzelne vornehmlich männliche Individuen in einem Überraschungsangriff zu töten. Solche Angriffe dauern oft 20 Minuten und sind eindeutig auf die Ermordung des angegriffenen Individuum ausgerichtet. In dieser Weise gelang es dem nördlichen Stamm insgesamt 7 Männer und 3 Frauen aus dem Süden zu töten. Dadurch wurde der südliche Stamm so geschwächt, daß sein gesamtes Territorium vom nördlichen Stamm übernommen werden konnte.

Für solche Koalitionen und Strategien ist vorausschauendes Denken notwendig, die längerfristige Planung von Strategien und eine Vorhersage über das Verhalten und das Bewußtsein anderer Individuen.

Täuschung und Taktieren muß aber nicht nur politische Bedeutung haben. Es gibt viele Beispiele aus der Freilandforschung, bei denen beobachtet wurde, wie einzelne Individuen ihre unmittelbaren Bedürfnisse zurückgestellt haben und mit ihrer Körpersprache eine andere Gefühlslage vorgetäuscht – also gelogen – haben, um Vorteile zu bekommen oder um Aggression zu entgehen usw. Beispiele dazu sind Paare, die, um zu vermeiden, daß die Gruppe von ihren sexuellen Abenteuern erfährt und sie unterbindet, Desinteresse aneinander vortäuschen, sich dann in zeitlichem Abstand einzeln und unabhängig aus der Gruppe entfernen, um sich gezielt außer Sicht- und Hörweite der Gruppe zu treffen und Sex zu haben. Oder Individuen, die einen besonderen Leckerbissen entdecken, aber weil andere in der Nähe sind so tun, als hätten sie nichts gesehen, dann teilnahmslos zu warten bis auch der letzte sich entfernt hat, um sich dann ganz gezielt und rasch den Leckerbissen zu holen und alleine zu verspeisen.

Für solche Handlungen müssen die SchimpansInnen und Bonobos von sich ein Bild haben, und eine Vorstellung wie die anderen Individuen sie sehen. Mit anderen Worten, diese Tiere müssen eine sehr hoch entwickelte Form von Selbstbewußtsein haben.

Sprache

Es gab einige wissenschaftliche Versuche SchimpansInnen und Bonobos die Sprache der Taubstummen oder eine abstrakte Symbolsprache beizubringen. Manche Individuen lernten einen Wortschatz von 1500 Worten und mehr, und waren regelmäßig in der Lage 4-Wort-Sätze zustande zu bringen, in einer richtigen grammatikalischen Ordnung. Manchmal kamen auch Sätze mit bis zu 7 Worten vor, und es konnte nachgewiesen werden, daß die Tiere völlig neue Sätze von sich gaben, die sie als ganzes noch nie gehört hatten, aber jedes einzelne der Worte kannten. Damit bewiesen sie, daß sie Grammatik verstehen lernen können.

Das Lernen der Sprachen gelang dabei durch Zuschauen und Nachahmen, mit einem Verständnis der Sinnhaftigkeit des Ganzen, indem sie z.B. einfach als Kinder miterlebten, wie ihren Mütter diese Sprache beigebracht wurde, bzw. indem sie einfach als Kinder einer solchen Sprache ausgesetzt waren. Das Erlernen der Sprache ist also keine Dressur mit Strafe und Belohnung, sondern ein Vorgang, bei dem die erfolgreiche Anwendung des Gelernten genügend Anreiz bietet. Und ähnlich wie bei Menschen gibt es auch bei diesen Tieren eine Phase in der Kindheit, in der das Erlernen einer Sprache wesentlich leichter fällt und tiefer geht als davor oder danach.

Der Kluge-Hans-Effekt wurde von den WissenschaftlerInnen ebenso ausgeschlossen. Darunter versteht man den Effekt, daß das Testindividuum nicht das Testproblem versteht und löst, sondern herauszufinden versucht, was der/die TesterIn als Ergebnis haben will, um das dann zu liefern. Dieser Effekt wurde z.B. ausgeschlossen, indem mit dem Testindividuum über Kopfhörer kommuniziert bzw. das Testproblem vermittelt wurde, ohne daß einE anwesendeR TesterIn das Problem oder seine Lösung selbst gekannt hätte.

So konnte der Bonobo Kanzi z.B. über Kopfhörer die auf englisch gegebene Anweisung er möge vor die Türe gehen, den gelben Ball liegenlassen, den roten Ball nehmen, wieder zurückkommen und den Ball in den Eiskasten legen, vollständig verstehen und befolgen, obwohl er nachweislich genau denselben Satz vorher noch nie zu hören bekommen hatte, aber natürlich jedes einzelne Wort kannte. So wurde nachgewiesen, daß gewisse SchimpansInnen und Bonobos englisch zu praktisch 100% verstehen lernen konnten.

Sue Savage-Rumbaugh und ihr Ehemann wurden aufgrund solcher Forschungen mit SchimpansInnen und Bonobos zu TierrechtlerInnen. Im folgenden ein Zitat aus ihrem Buch „Kanzi“, in dem Anekdoten geschildert werden, die vermuten lassen, daß auch die verbale Kommunikation zwischen diesen Tieren sehr komplex sein kann:

In Schimpansen und Menschen ist die Fähigkeit zu hören, zu sehen und zu riechen sehr ähnlich ausgebildet. Ich ging einmal mit der Schimpansin Panbanisha und zwei Hunden durch den Wald und sah ein Reh in etwa 100 Meter Entfernung. Panbanisha bemerkte sofort, daß ich etwas gesehen hatte, folgte meinem Blick und sah auch das Reh. Die Hunde folgten im Gegensatz dazu nicht meinen Blicken und merkten das Reh nicht. Weil Panbanisha und ich laufend gegenseitig unser Verhalten beobachten, und weil unsere visuellen Systeme sehr ähnlich konstruiert sind, haben sie und ich ein gemeinsames Wissen über die Präsenz des Rehs entwickelt, und die Hunde nicht. 

Aber es gibt auch Gelegenheiten, bei denen die Hunde Dinge merken, die Panbanisha und mir entgehen. Eines Abends wanderten wir vier wieder durch den Wald. Plötzlich begannen beide Hunde gleichzeitig wild zu knurren und wandten sich in eine gewisse Richtung. Die Hunde ignorierten Panbanisha und mich, aber sie schauten sich kurz gegenseitig an. Weder Panbanisha noch mir war irgendetwas besonderes aufgefallen. Wir bemühten uns in der Richtung etwas zu erkennen, in die sich die Hunde gewandt hatten. Plötzlich erkannte ich den schattenhaften Umriß eines riesigen Puma in den Ästen eines Baumes. Ich weiß nicht wie die Hunde den Puma bemerkt hatten, aber ich weiß, daß Panbanisha den Puma genauso sah wie ich. Wir schauten uns sofort gegenseitig an, und ihre Nackenhaare sträubten sich, genauso wie meine. Keine Worte waren notwendig zwischen uns um uns mitzuteilen was wir gesehen hatten, oder was wir jetzt fühlten, oder wie wir reagieren sollten. In stummer Übereinstimmung drehten wir beide vorsichtig um und kehrten zum Haus zurück. 

Wie wir zurückkamen wurden wir von den Bonobos Kanzi, Matata und Panzee begrüßt. Die drei merkten sofort, daß etwas im Wald geschehen sein mußte, das uns in Angst versetzt hatte. Das erkannte ich auch daran, daß die drei, nachdem sie uns angesehen hatten, mit leisen „Wuh-uh“ Geräuschen vorsichtig in die Dunkelheit Richtung Wald hinaus spähten. Panbanisha machte einige Geräusche als ob sie den anderen mitteilen wollte was geschehen war. Matata, Kanzi, Tamuli, Panzee und Neema hörten aufmerksam zu und reagierten zuletzt mit aufgeregten Rufen. Hat Panbanisha ihnen etwas mit Lauten mitgeteilt, das ich nicht wirklich nachvollziehen konnte? Ich weiß es nicht. Ich erzählte dann die Geschichte in meiner Weise – auf englisch – den Bonobos Kanzi und Panzee, von denen ich wußte, daß sie englisch verstehen. Beide hörten mir sehr aufmerksam und angespannt zu und ihre Augen weiteten sich im Lauf der Erzählung. An den richtigen Momenten während meiner Erzählung machten sie ihre „Waa Waa“ Ausrufe des Erstaunens und der Spannung. 

Haben sie verstanden was ich erzählt hatte, was geschehen war, und wo? Ich kann mir da natürlich nicht ganz sicher sein, aber sowohl Kanzi als auch Panzee zögerten beim nächsten Spaziergang durch den Wald genau an der Stelle, an der wir den Puma gesehen hatten, und zeigten Angst. Da sie bisher noch nie im Wald Angst gehabt hatten, scheinen sie tatsächlich meine Erzählung in allen Details verstanden zu haben. 

Natürlich sagt ein singulärer solcher Vorfall nicht viel. Aber in meinem Leben mit den Bonobos und Schimpansen gehören solche Erlebnisse zum Normalfall. Ein anderes Beispiel passierte eines Abends, wie ich mit Matata und ihrer Tochter Tamuli spielte, die keine Sprache versteht. Tamuli bat mich um den Schlüssel zur Tür, indem sie darauf zeigte und mich fragend anschaute. Sie spielte dann mit dem Schlüssel für etwa 30 Minuten, bevor sie ihn irgendwo ablegte und sich mit was anderem beschäftigte. Da verlangte Kanzi aus dem Nebenraum, der durch eine abgesperrte Tür von dem Raum, in dem wir uns befanden, getrennt war, auch herein zu dürfen, um Matata und Tamuli zu besuchen. 

Wie ich die Tür öffnen wollte fiel mir auf, daß ich den Schlüssel nicht mehr hatte. Ich wandte mich an Tamuli und bat sie auf englisch mir zu helfen die Schlüssel zu suchen, ohne daran zu denken, daß sie mich wirklich verstehen und mir helfen würde. Zu meinem Erstaunen begann Tamuli aber den Schlüssel überall zwischen dem Spielzeug und den Decken zu suchen. Sie fand ihn auch tatsächlich und zeigte ihn mir – nur, sie weigerte sich ihn mir zurückzugeben. Ganze 15 Minuten lang versuchte ich sie zu bitten ihn mir zu geben, oder ihn gegen anderes Spielzeug zu tauschen. Sie gab mir den Schlüssel einfach nicht mehr. 

Zuletzt wandte ich mich an Kanzi und erklärte ihm, daß ich die Tür nicht aufsperren konnte, weil Tamuli mir den Schlüssel nicht geben wollte. Plötzlich fiel mir ein, daß ich ihn ja um Hilfe bitten könnte. Also sagte ich zu ihm auf englisch durch die Tür, er möge doch Tamuli sagen, daß sie mir die Schlüssel geben soll. Kanzi kletterte daraufhin an die Decke seines Raumes, wo ein kleines, vergittertes Fenster seinen von unserem Raum trennte. Dann schaute er Tamuli an und machte ein kurzes, unauffälliges Geräusch. Tamuli ging auf ihn zu und blickte direkt zu ihm auf. Kanzi machte daraufhin einige vielsilbige Laute. Tamuli hörte aufmerksam zu, wandte sich um und kam ruhig zu mir herüber und reichte mir den Schlüssel. 

Hat Kanzi ihr gesagt, daß sie mir den Schlüssel geben soll? Es sah auf jeden Fall so aus. 

Intelligenz und Selbstbewusstsein

An in Gefangenschaft gehaltenen SchimpansInnen und Bonobos wurden auch verschiedene Tests der Intelligenz und des Selbstbewußtseins vorgenommen. Ein klassischer dieser Tests, der extensiv an über 100 Tieren vorgenommen wurde, ist der WisserIn-RaterIn Test. Dabei wird dem Testindividuum eine Frage gestellt, und zwei TesterInnen bieten Antworten dazu an. Das Testindividuum kennt die richtige Antwort nicht, kann aber durch aufmerksame Beobachtung wissen, daß eineR der TesterInnen die Antwort weiß (der/die WisserIn) und eineR nicht (der/die RaterIn).

Z.B. sitzt das Testindividuum einem Tisch gegenüber, auf dem 10 Becher umgestülpt liegen. EinE TesterIn, der/die WisserIn, gibt nun einen kleinen Ball unter einen der Becher, sodaß das Testindividuum nicht sieht unter welchen, aber sehr wohl sieht, daß der/die WisserIn den Ball gelegt hat. Der/die RaterIn geht während des Balllegens entweder aus dem Zimmer oder stülpt sich einen Sack über den Kopf, sodaß klar werden könnte, daß er/sie nicht weiß, unter welchem Becher der Ball liegt.

WisserInnen und RaterInnen bieten nun dem Testindividuum einen Vorschlag an, unter welchem Becher der Ball liegt. Schließt sich das Testindividuum den WisserInnen an und ignoriert den Vorschlag der RaterInnen, dann gilt der Test als bestanden. SchimpansInnen und Bonobos bestehen diesen Test regelmäßig ab ungefähr dem Alter von 6 Jahren und beweisen damit, daß sie kognitive Vorgänge in anderen verstehen und richtig interpretieren können. Menschen bestehen diesen Test im übrigen erst ab dem Alter von 4 Jahren mit signifikant hoher Erfolgsrate. SchimpansInnen und Bonobos mit 6 Jahren sind also bzgl. dieses Intelligenztests mit Menschen mit 4 Jahren vergleichbar.

Ein anderer Test bezieht sich auf die Selbsterkennung und somit das Selbstbewußtsein. Den Testindividuen wird ein live video oder ein Foto von ihnen vorgeführt, oder ein Spiegel vorgehalten. Dann wird mit verschiedenen Methoden getestet, ob die Testindividuen sich selbst auf Video oder Foto bzw. im Spiegel erkennen, z.B. indem ihnen, ohne daß sie es merken, ein Strich ins Gesicht gemalt wird. Dann wird beobachtet, ob die Testindividuen diesen auf Video, Foto oder im Spiegel sichtbaren Strich in ihrem eigenen Gesicht suchen oder nicht.

Hunderte SchimpansInnen und Bonobos wurden so getestet und wieder ergab sich relativ konsistent, daß Tiere, die jünger als 6 Jahre alt waren nur zu 10% sich selbst erkannten, während Tiere die älter als 6 Jahre alt waren, sich zu 90% selbst erkannten. Bei Menschen ergab sich, daß Kinder im Alter von 4 Jahren sich erst zu 75% auf dem Video erkannten und jüngere überhaupt nicht. Erstens beweist das, daß SchimpansInnen und Bonobos Selbstbewußtsein haben, und zweitens zeigt es, daß diese Tiere wiederum im Alter von 6 Jahren bzgl. dieser Tests mit 4 jährigen Menschen vergleichbar sind. Und mit 4 jährigen Menschenkindern kann man über alles Mögliche diskutieren!

Und dennoch haben SchimpansInnen und Bonobos auch im Alter von 6 Jahren und darüber überhaupt keine Rechte in unserer Gesellschaft, während natürlich Menschen im Alter von 4 Jahren und darunter alle Menschenrechte genießen.

Es gibt aber auch eine Reihe von Intelligenztests, bei denen SchimpansInnen und Bonobos regelmäßig besser abschneiden, als erwachsene Menschen. Solche Tests sind z.B. wenn den Testindividuen Bäume auf Fotos gezeigt werden, die sie dann im Wald wiedererkennen müssen oder umgekehrt. Ein anderes Beispiel wäre, daß man dem Testindividuum ein Stimme auf einem Tonband vorführt, die es mit einem ihm/ihr bekannten Individuum assoziieren können müßte. Dann werden dem Testindividuum auf den Kopf gestellte Fotos von ihm/ihr bekannten Individuen vorgeführt, und es muß die Stimmen diesen Fotos zuordnen. Auch bei diesem Intelligenztest schneiden SchimpansInnen und Bonobos regelmäßig besser ab als erwachsene Menschen. Es gibt auch eine Reihe von Computerspielen, bei denen SchimpansInnen und Bonobos den Menschen überlegen sind.

Menschenrechte für Menschenaffen

Viele Leute schließen aus den bisher geschilderten Beobachtungen, daß alle Menschenaffen zumindest 3 grundlegende Menschenrechte erhalten sollten, nämlich die Rechte auf Freiheit, Leben und Unversehrtheit. In England wurden schon alle Tierversuche an Menschenaffen generell verboten. In Österreich ist es Zirkussen und Varietes verboten, Menschenaffen auftreten zu lassen. Und in Neuseeland wird in diesen Monaten eine gesetzliche Erweiterung der obigen Menschenrechte auf alle Menschenaffen im Parlament erwogen und diskutiert. Das Great Ape Project, eine internationale Koalition von ExpertInnen und engagierten Individuen, hat zum Ziel einen entsprechenden Antrag auf Erweiterung obiger Menschenrechte auf alle Menschenaffen der UN Generalversammlung vorzulegen, damit sie von allen Staaten der Welt unterschrieben werden kann.

Aber das ist nur der Anfang. Wenn durch die Akzeptanz obiger Menschenrechte auf Freiheit, Leben und Unversehrtheit für alle Menschenaffen die Grenze vom Menschen zu anderen Tieren überschritten wurde, dann steht einer Erweiterung dieser Rechte auf andere Tiere nichts mehr im Weg. Kultur und Selbstbewußtsein etc. hat man schließlich auch bei anderen Tierarten als den Menschenaffen beobachtet, wie z.B. bei Graupapageien, die elementare Mathematik und die englische Sprache in gewissem Rahmen erlernen konnten, oder ElefantInnen, bei denen sowohl Kulturen als auch sogar Begräbnisse von Toten und ein regelrechter Totenkult beobachtet wurde, oder Wale und Delphine, die auch obige Tests nach Selbstbewußtsein bestanden haben, usw. Vielleicht erkennen wir letztendlich auch, daß Kultur, Sprache, Selbstbewußtsein und Intelligenz nicht Voraussetzungen für die Anerkennung der Rechte auf Freiheit, Leben und Unversehrtheit sein dürfen.

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