Bock auf Bockwurst?

Im Juni 2007 fand eine Benefizveranstaltung für den Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock im 2. Bezirk statt. Ute Bock ist für ihr einzigartiges Engagement bekannt und findet immer wieder Menschen, die gerne und freiwillig ihre Hilfe anbieten. Speziell bei Konzerten und Festen werden Zusammenhänge mit ihrem Namen gesucht. Ein freiwilliger Helfer entschied sich spontan dazu, statt wie ursprünglich geplant fleischliche Bockwürste, vegane Bockwürste anzubieten, um durch den Gewinn, der mit deren Verkauf erzielt wird, das Flüchtlingsprojekt finanziell zu unterstützen.

Ute Bock!

Ute Bock setzt sich seit Jahren für eine friedliche menschliche Sache ein, so ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch im Umgang mit Tieren ein friedlicher Weg gewählt wird. Den Gästen haben die veganen Bockwürste geschmeckt und auch Ute Bock liess sich nicht zweimal bitten, für ein Foto zu posieren.

Ute Bock arbeitete jahrelang als Erzieherin und seit ihrer Penison (August 2000) kümmert sie sich rund um die Uhr um ihre Schützlinge und wurde für ihr soziales Engagement bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie und ihr Team setzen sich für jene Menschen ein, für die sich sonst niemand zuständig fühlt, organisieren Wohnungen, Beratung, psychologische Betreuung sowie Deutsch- und EDV-Kurse für AsylwerberInnen. Für viele Flüchtlinge ist Ute Bock damit erste Adresse und letzte Hoffnung zugleich.

Um derart viele Flüchtlinge versorgen zu können, ist Frau Bock auf Unterstützung durch Spenden und Sponsoren angewiesen, wie sie auch ihre eigene Pension, Erspartes und Preisgelder dem Flüchtlingsprojekt zugute kommen lässt.

Laufende Veranstaltungen, Konzerte, Atkionen sind auf www.fraubock.at zu finden. Aktuell läuft u.a. „Bock auf Bier – reloaded“, auch im vegetarischen Beisl „Rupps“ in der Arbeitergasse in Wien 5 (www.rupps.at), indem 10 Cent pro Bier an das Flüchtlingsprojekt gehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Projekt zu unterstützen; es kann sogar der Zivildienst absolviert werden.

Ein kleines Detail am Rande. Ich hatte einmal die Ehre, mit Frau Bock bei einem anderen Projekt zusammenzuarbeiten und was mich damals besonders erfreute war die Tatsache, dass sie sich unaufgefordert gegen die Tierquaelerei Fiakerpferde in der Stadt aussprach.

Gerda Fischbach

Seitenanfang | Übersicht