Warum vegan? > Tierrechte und Veganismus


Artikelsammlung
  1. Tierrechtsbewegung
  2. Tierrechtsphilosophie
  3. Kampagnen
  4. Veranstaltungen
  5. Diskussionen
  6. Veganismus
  7. Politik und Gesellschaft



I. Tierrechtsbewegung

Die Geschichte des Vegetarismus

Über lange Zeit hinweg ernährte sich die Mehrheit der Menschen aufgrund des vorhandenen Nahrungsangebotes überwiegend vegetarisch. Die Idee von Tierschutz und ethischem Vegetarismus ist aber keinesfalls eine Erfindung des 20. Jahrhunderts: Der Grundstein für eine vegetarische Lebensweise aus ethischen Gründen wurde in der Antike, besonders im alten Griechenland, gelegt. Nachdem das Wort vegan erst im 20. Jhd. geprägt wurde, ist eine Differenzierung in den vorhandenen Zeitzeugnissen zwischen einer rein pflanzlichen bzw. ovo-lacto-vegetarischen Ernährungsform - die beide als vegetarisch bezeichnet wurden - heute schwer möglich.

Gedanken zur Polizeirepression

von DDr. Martin Balluch
Wien, 24. Mai 2007

Polizeirepression, Polizeistaat. Derartige Vorhaltungen klingen fast kindisch in der heutigen Welt. Assoziationen mit gröhlenden Straßenrowdies, die sich über die Polizei beschweren, weil sie sie nicht gröhlen und randalieren lässt, kommen vielleicht auf. Sogenannte NormalbürgerInnen werden mit Polizeirepression kaum konfrontiert. Vielleicht ärgern sie sich einmal über einen Polizisten, der sie mit einer gewissen Arroganz bestraft, weil sie noch bei orange über die Kreuzung gefahren sind.

Demonstrationsfreiheit scheint dem oberflächlichen Beobachter unverändert zu existieren. Immerhin sieht man ja immer wieder Demonstrationen, und die Polizei bleibt dabei weitgehend passiv – außer es gibt Randale. Und die mangelnde Anonymität, die durch Videoüberwachung in U-Bahnen, auf Bahnhöfen oder in Stadtvierteln, und durch Vermummungsverbote bei Demonstrationen, immer mehr zum Alltag wird, kann auch niemanden aufregen. Wozu sich verstecken müssen? Wir leben ja nicht im Kommunismus, bei dem kritische Geister um ihre Sicherheit und Zukunft fürchten müssen?

Es ist also alles in bester Ordnung. Das Polizeisystem hat sich etabliert und funktioniert.
Oder doch nicht?

Staatlicher Terror gegen Tierrechtsaktivismus

International werden Industrie und Politik gegen die immer erfolgreicher agierende Tierrechtsbewegung aktiv.

Außerparlamentarischer politischer Aktivismus ruft sofort die OrdnungshüterInnen auf den Plan, besonders, wenn er erfolgreich ist. Das kleinbürgerliche Gehirn, das ohne Ordnung und Sauberkeit nicht leben kann, kennt keinen größeren Alptraum als effektive Aktionen kleiner, autonomer politischer Gruppen von AktivistInnen, ohne Respekt vor bürgerlichen Idealen. Und die Großindustrien, denen die ökonomischen Bilanzen ihr Handeln diktieren, waren noch nie um Mittel und Wege verlegen, sich durchzusetzen und in ihrem Sinne Druck auf die Politik auszuüben."


Die Geschichte der Tierrechtsbewegung

Das ethische Denken in den letzten 2000 Jahren der europäischen Menschheitsgeschichte wurde sehr wesentlich durch die Schriften von Aristoteles und sein streng hierarchisches Schema der Wertigkeit von Lebewesen getragen. Spätestens seit Thomas von Aquin ist auch das judeo-christliche Denken diesbezüglich aristotelisch geprägt. Im 19. Jahrhundert entstanden so eine ganze Reihe von Befreiungsbewegungen, um diese Wertehierarchie und die damit einhergehende Unterdrückung zu durchbrechen.


Rassismus und Ausländerfeindlichkeit im Tierschutz

Grausam und mitleidlos nicht-menschlichen Tieren gegenüber zu sein kann auch als „unanständig“ und für eine höhere Rasse „nicht würdig“ angesehen werden. So einer Auffassung stellt allerdings die grundsätzliche Nutzung „niederer“, nicht-menschlicher Tiere nicht in Frage. Eine klare Ausgrenzung tierschutzbewegter RassistInnen ließe sich daher erreichen, wenn die Tierrechtsbewegung ein größeres Augenmerk darauf legen würde, sich vom reinen Tierschutz, der die grundsätzliche Tiernutzung nicht in Frage stellt, abzugrenzen.


Bestandsaufnahme der Tierausbeutung in Österreich

Trotz jahrzehntelanger Anstrengungen von TierschützerInnen ist die Tierausbeutung schlimmer denn je. Obwohl es gelungen ist, einige spezielle Formen der Tierausbeutung abzuschaffen, ist die große Masse der Tiermisshandlungen legal geblieben und nimmt immer größere Ausmaße an. „Das Tier“ hat in unserer Gesellschaft noch immer den Stellenwert von Sachen, ist unendlich viel weniger wert als der Mensch, ist Eigentum des Menschen und hat keinerlei eigenständige Rechte.


Die internationale Tierrechtsbewegung

Tierausbeutung ist ein internationales Phänomen, das vor keinen Grenzen halt macht. Multinationale Firmen tragen ganz wesentlich dazu bei. Der internationale Handel, die „heilige Kuh“ westlich kapitalistischer Ideologie, ist die Arena des zahlenmäßig mit Abstand größten Tiermissbrauchs. Als Antwort darauf hat die Tierrechtsbewegung auf allen Ebenen eine sehr intensive internationale Zusammenarbeit entwickelt. Zweifellos ist dabei der englisch-sprachige Raum weiterhin tonangebend.


Gewalt gegen TierrechtlerInnen

Wie allen anderen Befreiungsbewegungen schon früher wie heute, so wird auch der Tierrechtsbewegung und ihrer Forderung nach grundlegenden Änderungen in der Gesellschaft nur zu oft mit Gewalt begegnet. Der Konservativismus hat schon immer die Tradition und den Status Quo der Herrschenden mit Macht verteidigt. Da Gewalt die Grundlage der Tierausbeutung ist, das sogenannte "Recht des Stärkeren", verwundert es nicht, dass auch die TierrechtlerInnen Opfer der gleichen Gewalt wurden und werden. In Österreich werden TierrechtlerInnen von TierausbeuterInnen regelmäßig angegriffen, wurden bereits mehrmals angeschossen und auch von der Polizei misshandelt.


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II. Tierrechtsphilosophie


Tierrechtsphilosophie nach Balluch

Warum nicht-menschliche Tiere ein Recht auf Leben haben
- Rationale statt religiöse Ethik
- Bewusstsein, naturwissenschaftlich gesehen
- Werte, Leidensfähigkeit und Autonomie
- Von Werten zu Tierrechten
- Woran erkenne ich Bewusstsein?
- Es gibt keine objektive Lebenswerthierarchie

Ursula Wolf: Die Moral generalisierten Mitleids

Ursula Wolfs Buch "Das Tier in der Moral" ist eines der ersten deutschsprachigen Bücher, das aus der jüngsten akademischen Diskussion über Tierethik hervorgegangen ist. Am Anfang des Buches geht sie zu einer kurzen Skizzierung und Kritik der weitverbreitesten Moraltheorien über, z.B. Vertragstheorien, die Moral bei Kant und Schopenhauer, dem Utilitarismus, u.a., und untersucht jene insbesondere bezüglich der Position, die Tiere darin einnehmen. Aufbauend auf dieser Kritik stellt sie ihre eigene pathozentrische (eine die Leidensfähigkeit in den Mittelpunkt stellende) Theorie dem Leser/der LeserIn vor, den Standpunkt des generalisierten Mitleids, der Elemente von Kant, Schopenhauer und des klassischen Utilitarismus enthält, ohne jedoch den Schwächen dieser Positionen zu erliegen. Wichtig ist der Autorin dabei der Status der liberalen Moral, der ohne metaphysische Annahmen über Werten operiert.


Birgit Mütherich: Die soziale Konstruktion des Anderen – zur soziologischen Frage nach dem Tier

Schon vor einer Betrachtung des Bedeutungskomplexes "Tier" und seiner Implikationen lässt sich an Hand der Parallelisierung des Mensch-Tier-Dualismus mit anderen traditionell wertbesetzten Gegensatzpaaren wie "Kultur - Natur", "Geist - Materie", "Vernunft - Trieb", "Seele - Körper", "Moral - Instinkt" etc. zeigen, dass "der Mensch" mit den Kategorien des Geistes, der Kultur, der Vernunft, der Seele und der Moral in Beziehung gesetzt wird, während "dem Tier" die Materie, die Natur, der Trieb, der Körper und der Instinkt zugeordnet werden. Tierliche Individuen werden als Subjekte entindividualisiert, versachlicht und abgewertet, ihre Verhaltensweisen und Handlungen werden gezielt verfremdet - auch dort, wo sie der Form und Funktion nach identisch mit menschlichen Lebensäußerungen sind: So bestimmt z. B. die Sprachkonvention, dass Tiere "fressen" statt zu essen, sie "werfen" statt zu gebären, sind "trächtig" statt schwanger und "verenden" statt zu sterben; sie werden als kopieartig austauschbare "Exemplare" statt als Individuen bezeichnet, und ihre toten Körper sind, so lange sie nicht zerlegt auf einem Teller präsentiert werden, "Kadaver" oder "Aas" statt Leichen. Die Idee einer zweckgerichteten Seinsordnung, in der das Unvernünftige zum Nutzen des Vernünftigen gemacht worden sei und von diesem beherrscht werden müsse, wurde am "Tier" als dem vermeintlich unvernünftigen, naturverhafteten und determinierten Lebewesen vorexerziert und sanktioniert, besaß aber eine weit größere Reichweite: So wurden auch alle Menschengruppen, denen Vernunftmangel, Triebleitung, fehlende Affektkontrolle, und damit eine unveränderliche, wesensmäßige "Naturnähe" zugeschrieben werden konnten, als weitgehend rechtlos und als zu beherrschende Subjekte oder gar Objekte betrachtet; dies betraf prinzipiell Kinder, Frauen, Sklaven, "Irre", Besitzlose und ethnische Gruppen wie Zigeuner, ebenso wie Personen mit normabweichendem Verhalten, z. B. Homosexuelle, und bezog sich potentiell auf Nonkonformisten aller Art, die ihre Unvernunft durch eine Kritik der bestehenden Herrschaftsverhältnisse bewiesen. Die Reduktion auf Naturhaftigkeit, Körper und Instinkt sowie die Unterstellung eines Mangels an Vernunft und Individualität, die im Falle der Tiere deren Versachlichung ermöglicht und die totale Herrschaft über ihre Körper und Psychen sichert, gehörte über zweitausend Jahre lang auch zum Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmuster gegenüber Frauen. Analog zur essentialistischen Unterscheidung zwischen "Mensch" und "Tier" wird auch die Differenz zwischen "Mann" und "Frau" nicht als eine deskriptive gefasst, sondern erhält ihre asymmetrische Gestalt durch die (Über-)Betonung biologischer Unterschiede und die Wertung, Verallgemeinerung und Festschreibung solcher Merkmale des (weiblichen) Anderen, die Naturnähe und ein niede(re)res Entwicklungsniveau suggerieren. Als Symbol für zweckgebunden produziertes, warenförmiges, minderwertiges Leben und als Repräsentant des Unterlegenen und als naturhaft Stigmatisierten bildet "das Tier" tiefenkulturell den Prototyp des Anderen, den es zu beherrschen gilt, und dient damit gleichzeitig als Modell für hierauf bezogene Handlungsformen - von der Abrichtung und Manipulation über die Entindividualisierung und Ausbeutung bis zur Anonymisierung und Vernichtung (gefolgt von der technischen Transformation in eine tote Ware).


Tierrechte im Rahmen der christlichen Theologie nach Andrew Linzey

Linzey macht sich bereits ganz am Anfang der modernen Tierrechtsbewegung für die Sache der nicht-menschlichen Tiere stark: schon am Beginn der 1970er Jahre ist er Teil der „Oxford Gruppe“ an der Universität Oxford in England (Ryder 2000, Seite 6). Andere Mitglieder waren Richard Ryder, Peter Singer, Stephen Clark, John Harris und Stanley und Rosalind Godlovitch.


Die Tierrechtsphilosophie nach Paola Cavalieri

Die Gedanken von Paola Cavalieri zur Tierethik treffen ziemlich genau jene Einstellung, die in der heutigen Tierrechtsbewegung vorherrscht. Mit ihrer Kompromisslosigkeit und ihrer klaren Absage an Konzepte von „minderwertigem“ nicht-menschlichen Leben, trifft sie die Stimmung derjenigen Menschen, die für nicht-menschliche Tiere politisch aktiv sind, viel eher. Während also Singer und Regan sicherlich für das Grundverständnis und die Kritik am Speziesismus notwendige Vordenker sind, hat sich die Philosophie der gegenwärtigen Tierrechtsbewegung bereits von ihren Gründervätern emanzipiert.


Die Grenzen der Freiheit der Kunst

Verfolgt man die Debatten um den Aktionskünstler Nitsch in den Medien, so springt sofort ein Umstand ins Auge: es gibt keine Diskussion über das Für und Wider seiner Kunst, oder über die Grenzen der Freiheit der Kunst überhaupt. Entweder die JournalistInnen lehnen Nitsch als "pervers" ab, und setzen voraus, dass die LeserInnen diese Auffassung selbstredend teilen. Oder sie bezeichnen die KritikerInnen von Nitsch als RepräsentantInnen des "dumpfesten" Österreich (Karin Beck, NEWS vom 15. 2. 2001, Seite 114) und ähnliches, fühlen sich aber ebenso nicht bemüssigt dafür zu argumentieren, sondern gehen auch von der entsprechenden Einstellung bei ihrer Leserschaft aus. Beides befremdet, zumal die Frage nach den Grenzen der Freiheit der Kunst eine sehr wichtige ist, und gerade die Kausa Nitsch eine besonders gute Gelegenheit zu einer Diskussion darüber abgeben könnte. Es scheint, leider, dass die Kunst von Nitsch, als traditioneller Streitfall in Österreichs Kulturgeschichte, zu verhärteten Fronten zwischen rechtskonservativer Ablehnung und links-progressiver Befürwortung geführt hat. Und diese Standpunkte können oder dürfen offenbar nicht mehr hinterfragt werden.


Tier und Recht in Österreich

Vor dem österreichischen Gesetz sind nicht-menschliche Tiere Sachen. Sie gelten als nicht rechtsfähig, in ihrem Namen kann kein Gerichtsprozess geführt werden und sie haben keinerlei Rechte. Vielmehr sind sie Eigentum menschlicher EigentümerInnen. Als Eigentum steht ihnen nicht einmal ein Notwehrrecht oder eine Nothilfe zu. Rechtlich gesehen sind hilfsbereite Dritte also zum passiven Zuschauen verurteilt, wenn sie ZeugInnen einer Tiermisshandlung werden, selbst wenn diese illegal ist. Die Definition von jenen Individuen, die als RechtsträgerInnen gelten, also die Ansicht von Mensch und "Tier", geht auf Vorstellungen im 18. Jahrhundert zurück. Moderne ethologische Erkenntnisse widerlegen längst diese einfältigen Vorurteile. Geht man von den Grundprinzipien von Freiheit und Gleichheit des Individuums im österreichischen Recht aus, dann müssten zumindest einige nicht-menschliche Tiere als Personen vor dem Gesetz angesehen werden und somit als rechtsfähig gelten. Sie sind dann auch nicht mehr das Eigentum irgendwelcher EigentümerInnen. Sie sind nicht Objekte, wie im römischen Recht, sondern Subjekte, und nicht Mittel für die Zwecke anderer, im Sinne der Kant'schen Definition, sondern Zwecke an und für sich selbst.


Können Pflanzen leiden? Eine wissenschaftliche Analyse

Die vermeintliche Leidensfähigkeit der Pflanzen muß meistens herhalten, wenn TierausbeuterInnen ihre Tätigkeit zu verteidigen suchen. Pflanzen leiden genauso wie "Tiere", so ungefähr lautet das Argument, und deshalb sei Veganismus moralisch auch nicht anders zu bewerten als die Fleischfresserei. Obendrein müssen wir ja leben, und daher, wenn "Tiere" und Pflanzen gleich leidensfähig wären, wäre es ebenso gerechtfertigt "Tiere" zu töten und zu essen. Und obendrein hätten Pflanzen, wären sie leidensfähig, genauso individuelle Pflanzenrechte wie "Tiere" Tierrechte. Daher sei es ebenso speziesistisch den Pflanzen ihre Rechte abzusprechen. Kurzum, das Konzept "Pflanzenrechte" dient dazu, die Tierrechte ad absurdum zu führen. Eine sorgfältige, wissenschaftliche Analyse der Problematik zeigt aber schnell die logisch-rationalen Fehler dieser Schlussweise. Es gibt keinen wissenschaftlichen Grund anzunehmen, daß Pflanzen leidensfähig wären, im Gegenteil.


Was hat es auf sich mit dem Pflanzenleid?

Auf welche Weise wir auch immer die Frage zu entscheiden versuchen, ob Pflanzen leiden können, wir finden dieselbe Antwort: offensichtlich nicht. Aber ob Pflanzen leiden können oder nicht ist auch überhaupt keine Frage, die normalerweise im täglichen Leben in der Gesellschaft auftaucht. Die Leute leben so, als ob Pflanzen nicht leiden können, und finden das i.a. nicht hinterfragenswert. Doch plötzlich, unter sehr spezifischen Bedingungen, bestehen meistens genau diejenigen Leute auf die Existenz von Pflanzenleid, die sich nicht nur im täglichen Leben darum nicht kümmern, sondern oft im normalen Leben überhaupt keine besonderen moralischen Ansprüche an sich selber stellen. Das Pflanzenleid wird dann und nur dann von diesen Leuten als relevant empfunden, wenn es um die moralische Berechtigung des Fleischessens geht. In allen anderen Belangen ist das Pflanzenleid sowieso kein Thema. Wenn wir uns dieses Umstandes bewußt werden, dann können wir den Einwurf "aber Pflanzen leiden doch auch!" zum moralischen Argument gegen das Fleischessen als das entlarven, was er ist: eine sehr schwache Ausrede ohne jegliche Substanz.


Die "natürliche" Nahrung des Homo sapiens

Nach der "Natürlichkeit" menschlichen Verhaltens zu fragen trägt unmittelbar die Gefahr eines Biologismus in sich. Abgesehen davon hätte eine etwaig nachgewiesene "Natürlichkeit" irgendeines Verhaltens überhaupt keine Relevanz für die ethische Frage seiner Richtigkeit. Dennoch ist es eine Tatsache, dass der menschliche Körper über evolutionäre Anpassung entstanden ist. Anpassung an was? Gerade bei sich auf besonders langen evolutionären Zeitskalen verändernden, phylogenetisch älteren Eigenschaften des Körpers, wie dem Verdauungssystem, ist diese Frage berechtigt. Die Ernährung, an die der Körper optimal angepasst ist, wird wahrscheinlich die gesündeste Ernährung sein. Insofern ist die Frage der "Natürlichkeit" der Ernährung relevant. Eine eingehende Analyse zeigt, dass Homo sapiens als Fruchtesser zu sehen ist, wobei tierliche Anteile der Nahrung bestenfalls im Prozentbreich liegen und sich auf Insekten, Larven, Eier und Kleintiere beschränken.


Mensch-Tier-Beziehung: Tradition vs. Tierrechte

Dieser Vortrag bietet stichwortartig einen Überblick über die Entwicklung der wissenschaftlich-philosophischen Perspektive der Mensch-Tier Beziehung mit anschließender kritischer Betrachtung aus dem Blickwinkel von TierrechtsbefürworterInnen.


Bewusstsein und Speziesismus

Um ja die traditionelle Fleischesserei aufrecht erhalten zu können versteigen sich manche Leute zu der Aussage, dass nicht-menschlichen Tieren entweder kein Bewusstsein, aber zumindest kein Selbstbewusstsein zugestanden werden kann. Im selben Atemzug ist meist zu hören, dass Pflanzenrechte genauso notwendig wären wie Tierrechte und da auch Pflanzen nicht essen zu dürfen unmöglich ist, die gesamte Tierrechtsidee ad absurdum geführt sei. Es gibt aber sehr überzeugende Argumente dafür, dass Tiere im Gegensatz zu Pflanzen ein Bewusstsein haben. Nur bei Tieren kann man von Individuen mit Gefühlen und Bedürfnissen sprechen und nur bei Tieren machen daher Individualrechte Sinn.


Biologismus und Tierrechte

In unserer anthropozentrischen Gesellschaft werden nicht-menschliche Tiere als Instinktmaschinen angesehen und auf ihre Biologie reduziert. Dass es sich dabei aber um waschechten Biologismus handelt lässt sich leicht z.B. anhand der Homosexualität nicht-menschlicher Tiere zeigen. Zu behaupten dass Menschen auch Tiere sind ist also daher nicht biologistisch, weil Menschen auch als Tiere nicht auf ihre Biologie reduzierbar sind.


SchimpansInnen und Bonobos

Eine große Barriere zur Akzeptanz von Tierrechten ist die anthropozentrische Auffassung, dass Menschen und andere Tiere total verschieden sind, wie z.B. bzgl. Instinkt, freiem Willen, Selbstbewusstsein, Kultur, Kunst, Sex, Liebe, Sprache usw. Um dem entgegen zu wirken werden im folgenden einige Aspekte des Lebens von SchimpansInnen und Bonobos vorgestellt, die bislang als ausschließlich den Menschen vorbehalten galten.


Tierrechte und das Eigentumsrecht

Das Verhältnis der Menschen zu anderen Tieren vor dem Gesetz in unserer Gesellschaft wird in erster Linie durch das Eigentumsrecht bestimmt: nicht-menschliche Tiere sind das Eigentum ihrer menschlichen BesitzerInnen. Praktisch jeder Interessenskonflikt zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren ist also der Interessenskonflikt zwischen BesitzerInnen und ihrem Eigentum. Tierrechte sind die Forderung nach Auflösung dieses Eigentumsverhältnisses, die jeglicher gerechten Abwegung solcher Interessenskonflikte vorangehen muss.


Die De-Konstruktion des "Mensch"-Begriffs

Der „Mensch“-Begriff ist ein soziales Konstrukt, das schon seit geschichtlichen Zeiten nur dazu gedient hat und weiterhin dient, Herrschaftsstrukturen aufzubauen und zu festigen. Dieser Begriff hat keine in irgendeiner Form gerechtfertigte Basis oder Definition. Die Konsequenzen des Begriffs für die „Nicht-Menschen“ waren und sind brutale Unterdrückung, Ausbeutung oder sogar Ausrottung. Um diese Folgen abzuwenden und die Herrschaftsverhältnisse aufzubrechen ist es notwendig, den „Mensch“-Begriff zu de-konstruieren.


Tierrechte und Nitsch

Natürlich ist die Linke zu recht sensibel, wenn es um Einschränkungen der Freiheit der Kunst geht, oder wenn Künstler als „pervers“ bezeichnet werden. Die Kunst von Nitsch könnte auch durchaus als interessant empfunden werden, wenn nicht extra dafür, und zum Teil auch unmittelbar vor den AktionsteilnehmerInnen, Lebewesen mit Bewusstsein getötet und zerstückelt würden. Der Denkfehler beginnt nämlich bei der Grundhaltung, dass nicht-menschliche Tiere in unserer Gesellschaft im Vergleich zu Menschen als „minderwertige“ Lebewesen angesehen und behandelt werden. So wird akzeptiert, dass sie für die künstlerische Erbauung von Menschen missbraucht und getötet werden können.


Speziesismen in der Sprache

Der Speziesismus, also die willkürliche Bevorzugung der eigenen Art auf Kosten anderer Tierarten, und das damit einhergehende Herrschaftsverhältnis, spiegeln sich natürlich auch in der Sprache wider. Es gilt die eigene Sprache diesbezüglich kritisch zu durchleuchten. Um das Herrschaftsverhältnis und den Speziesismus in der Gesellschaft, aber auch im eigenen Denken, abzubauen, ist es von Vorteil sich dieser Speziesismen in der Sprache bewusst zu werden und sie sorgfältig zu vermeiden.


Tierrechte

Im Jahr 1859 publizierte Darwin sein „On the Origin of Species“ und gab damit der Überzeugung ein wissenschaftliches Standbein, dass die Menschen und andere Tiere eine gemeinsame evolutionäre Vergangenheit haben. Damals löste diese Darstellung der Menschheitsgeschichte einen Sturm der Entrüstung aus. Bis auf den heutigen Tag haben wir unser anthropozentrisches Weltbild allerdings nur in unbedeutenden Details der Realität angepasst. Die Entrüsteten haben sich offenbar erfolgreich durchgesetzt.


Die Philosophie der Tierrechte

Die Einstellung der heutigen Gesellschaft gegenüber "Tieren" basiert auf zwei Grundpfeilern: einerseits die anthropozentrische Trennung zwischen Menschen und "Tieren", verstanden als Trennung zwischen Kultur und Natur, oder zwischen Vernunft und Instinkt, und andererseits die auf Aristoteles zurückzuführende, perfektionistische Ethik. Letztere beinhaltet ein Weltbild, in der es eine klare Hierarchie der Lebewesen gibt, von den höchsten, gottähnlichsten, perfektesten, zu den niedrigsten und unwertesten. Befreiungsbewegungen versuchten schon ab der Aufklärung den aristotelischen Perfektionismus durch eine Gleichberechtigung zu ersetzen. Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es eine moderne Tierrechtsbewegung, die auch grundlegende, gleiche Rechte auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit fordert, und zwar für alle Tiere inklusive den Menschen.


Die Unterdrückbarkeit nicht-menschlicher Tiere

In unserer Gesellschaft werden nicht-menschliche Tiere auf eine Art und Weise gebraucht und genutzt, die, auf Menschen angewandt, als faschistische Unterdrückung bezeichnet würde. KritikerInnen der Tierrechtsbewegung sprechen aber nicht-menschlichen Tieren die Fähigkeit überhaupt unterdrückbar zu sein, ab. Eine herrschaftsfreie Auseinandersetzung mit nicht-menschlichen Tieren zeigt aber, dass sie durchaus zu einem reziproken sozialen Verhältnis auf gleicher Ebene mit Menschen fähig, und damit durch Menschen unterdrückbar, sind.


Tierrechte - eine Befreiungsbewegung

Eine Befreiungsbewegung trägt die Forderung Vorurteile und Diskriminierungen, die auf willkürlichen Abgrenzungen wie "Rasse" oder Geschlecht beruhen, zu beenden. Das klassische Beispiel einer Befreiungsbewegung ist die der Farbigen in Nordamerika. Die Sympathie, die diese Bewegung bei progressiv denkenden Menschen hervorrief, und ihr anfänglicher - wenn auch bescheidener - Erfolg, machte sie zu einem Vorbild für andere unterdrückte Gruppen. Bald gab es eine Befreiungsbewegung für Homosexuelle, für Indianer und für spanischsprachige AmerikanerInnen. Wie dann auch die Frauenbefreiungsbewegung mit ihren Kampagnen begann dachten viele, dass das die letzte große ausstehende Befreiung sein würde.


Unterdrückung von nicht-menschlichen Tieren

Von vielen TierrechtlerInnen wird immer wieder behauptet, dass nichtmenschliche Tiere unterdrückt werden. Sie wollen damit herausstreichen, dass ihr Kampf gegen Unterdrückung von nichtmenschlichen Tieren mit dem Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen, AusländerInnen, "behinderten" Menschen, u.ä. verwandt ist. Im vorliegenden Artikel soll versucht werden, diesen Anspruch zu untersuchen und auf seine Rechtmäßigkeit zu prüfen. Dabei stützt sich das analytische Instrumentarium in erster Linie auf die 5 Kriterien für Unterdrückung, die von Iris Marion Young 1990 in ihrem Artikel "Fünf Formen der Unterdrückung" (aus: Herta Nagl-Docekal und Herlinde Pauer-Studer (Hg.): Politische Theorie, Differenz und Lebensqualität, 1996, Seite 99) entwickelt worden sind.


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III. Kampagnen


Das Ende des Zirkus Knie (2/01)

Die Auseinandersetzung zwischen der Tierrechtsbewegung und dem Zirkus Knie zieht sich mindestens schon seit 1996 hin. Die Geschehnisse bis Mai 1999 sind im Artikel Kampagne gegen Tierzirkusse (5/99) nachzulesen. Die Geschichte von 1999 bis Feber 2001 ist hier nachzulesen.
...Mittlerweile steht der Zirkus Knie vor seinem Ende.


Wie gründe ich eine Tierrechtsgruppe? (2/00)

Keine Gruppe ist zu klein. Viele der größten und bedeutendsten Gruppen wurden von nur zwei Menschen gegründet. Vergiss nie, dass Du ganz allein in wenigen Stunden hunderte Flugblätter verteilen oder einen Infotisch betreuen kannst (wo viele Menschen zum ersten Mal mit sachlichen Argumenten gegen Tierausbeutung konfrontiert werden). Ein Netz von Tierrechtsgruppen, so klein sie auch sein mögen, die sich für gezielte Aktionen und Kampagnen zusammenschließen, ist in vielen Ländern eine treibende Kraft der Tierrechtsbewegung, und ist schon so manchem tierausbeutenden Konzern zum Verhängnis geworden.


Pelzkampagne (2/99)

Die Luft wird immer dünner für die Pelzindustrie. Weltweit dreht ihr die Tierrechtsbewegung die Geldquellen ab, und in Österreich ist das nicht anders. Nach dem Verbot der Fallenjagd für die Pelzproduktion vor über 60 Jahren, und dem Aus für Pelzfarmen ab dem 30. November 1998, gelten Pelze auch amtlich als Tierquälerei. Und gegen diese Tierquälerei haben sich jetzt die Energien der Tierrechtsbewegung konzentriert.


Die erfolgreiche Kampagne gegen das Widderstoßen in Tirol (5/99)

Im April 1996 gingen erstmals TierrechtlerInnen ins Zillertal um Filmaufnahmen zu machen und Informationen über diese Veranstaltung zu sammeln. Es sollte der Anfang einer recht wechselhaften und  turbulenten Kampagne werden, die in nur drei Jahren zu einem positiven Abschluss gebracht werden konnte.


Die Kampagne gegen Tierzirkusse (5/99)

Die Ursprünge des Zirkus wie wir ihn heute kennen liegen in den Jahrmärkten des 17. Jahrhunderts. Damals begann man in Nebenschauen menschliche Sonderlinge und Tierkuriositäten zu zeigen. Im 19.Jahrhundert kam der Dompteursakt dazu, mit dem Ziel die „Schützlinge aus dem Dschungel in der Rolle von gehorsamen Haustieren präsentieren“ zu können. Die Unterwerfung und Zähmung der wilden "Bestie" gehört bis heute zur "Faszination" des Zirkus. Die Tierrechtsbewegung ist nun angetreten diesem diskriminierenden Anachronismus ein Ende zu setzen.

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IV. Veranstaltungen

Vegane Gesellschaft Österreich beim Weltvegetarierkongress

Bereits vor 100 Jahren fand in Dresden das 1. Weltvegetariertreffen statt, 1908 waren es etwa 20 Vegetarier_innen, die sich in Dresden zusammenfanden, um sich über Ernährung, Gesundheit und Ethik auszutauschen. Ein Jahrhundert später feierten über 700 Vegetarier_innen und Veganer_innen das Jubiläum abermals in Dresden beim Weltvegetarierkongress im Kulturpalast.

Globale Nahrungskrise -Effekt von Tierproduktion 7 mal stärker als von "Biosprit"!

Die globale Nahrungsmittelkrise wird weltweit ein immer brennenderes Thema. Als eine Hauptursache wird in den Medien berechtigterweise die zunehmende Verwendung von Pflanzen für "Biosprit" genannt. Der aktuelle FAO Report "Crop Prospects and Food Situation" zeigt: 100 Millionen Tonnen Getreide werden weltweit für "Biosprit" verwendet, 754 Millionen Tonnen hingegen für Tierfutter. Die globale Fleischproduktion verschwendet sieben Mal soviel Getreide wie die globale Produktion von sogenannten
"Bio-Treibstoffen"!

Veganes Buffet bei CARETAKER Veranstaltung im Amerlinghaus

Am 28.Juni luden die CARETAKERS zu einem Abend rund um das Thema "nachhaltiger Kleiden" ein. Unter dem Titel "Ist unsere Kleidung noch tragbar?" wurde ein Second-Hand-Guide präsentiert und Vorträge von Vertreter_innen der Clean-Cloth-Kampagne sowie der Plattform Footprint zu den sozialen und ökologischen Hintergründen der unfairen Textilproduktion gehalten. In der Pause konnten sich die Leute an veganen Brötchen und Linseneintopf, organisiert von der VGÖ, verköstigen. Als unterhaltsame Draufgabe wurde dieser interessante Abend mit einer Second-Hand-Modeschau der Gruppe FAIRtrend beschlossen. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung!
Link: www.caretaker.cc



Veganes Buffet bei der Eröffnung der Sommerakademie am 28.06.2008


Wie auch schon in den letzten zwei Jahren stellte die VGÖ für die Sommerakademieeröffnung der VHS Wien West ein rein pflanzliches Buffet bereit. Die Besucher_innen dieser Veranstaltung konnten veganen Aufschnitt und Aufstrich-Brötchen degustieren.


Veganes Abendbuffet bei der vierten Konferenz der Initiative Zivilgesellschaft

Am 14. und 15. Juni fand unter dem Arbeitstitel "Kraft und Wirksamkeit der Zivilgesellschaft" die 4. Konferenz der Initiative Zivilgesellschaft im Projektraum des Wiener WUK statt. Nicht nur, dass die VGÖ und der VGT mit Gesprächsbeiträgen vertreten waren: Aktivist_innen der Veganen Gesellschaft sorgten am Samstag Abend auch für ein rein pflanzliches kaltes Buffet. Für viele der anwesenden Personen war dieses Buffet, welches selbsgemachten Liptauer, veganen Räucheraufschnitt, Vürstchen im Schlafrock und Fruchtplunder anbot, der „Erstkontakt" mit bewusst rein pflanzlichen Speisen. Die Organisator_innen und Teilnehmer_innen waren begeistert!

Link: www.initiative-zivilgesellschaft.at


Veganmania 11: Innsbruck

Bereits ab 9:00 Uhr waren die ersten Aktivist_innen am Innsbrucker Museumsvorplatz, um die Zelte für die Stände und die Bühne aufzubauen, den Strom, der dankenswerter Weise von den Innsbrucker Grünen bezogen werden konnte, anzuschließen, Kabel zu velegen, die Soundanlage aufzubauen und einzustellen. Mit kaum nennenswerter Verspätung konnte das Fest so um etwa 11:15 Uhr beginnen.

Veganmania 11: Wien

Erneut fand die Wiener Veganmania am Museumsplatz Ecke Mariahilferstraße statt und bot gewohnt ein Programm der Superlative. Mehr Besucher denn je nutzen das Fest, um sich über die vegane Lebensweise zu informieren, zu Schlemmen und zu Feiern. Das Fest startete um 10:00 Uhr vormittags – und fand seinen erfolgreichen Abschluss um 22:00 Uhr am Abend. Die ganze Zeit über herrschte wunderschönes Sommerwetter. Heuer lockten insgesamt 22 abwechslungsreiche Stände zum Verweilen und Flanieren. Mehrere Gastronomiestände boten den Besucherinnen und Besuchern alles, was das Herz begehrt. Von bodenständiger Kost wie etwa die des Gasthauses Schillinger, über indische Gerichte, einem veganen Bio-Kebab bis zu Fruchtverkostungen, Eis und Kuchen blieb man den Gästen nichts an Angebot schuldig. Der Verkostungsstand der VGÖ – Veganen Gesellschaft Österreich versorgte zusätzlich mit Speis' und Trank. Beeindruckend waren auch die vielen Produkte der tierversuchsfreien Kosmetik & Körperpflegeprodukte von Ringana und Lush.


Veganes Catering auf der Footprint- und CleanEuro-Ausbildung

Von 23.04.-25.04.2008 fanden in der Hans-Nemecek-Hütte in Gießhübl (NÖ) zwei interessante Workshops statt. Die Kampagnenleiter_innen der CleanEuro-Kampagne von SOL und der Footprint-Kampagne von der Plattform Footprint bildeten sogenannte Mulitplikator_innen aus, also Aktivist_innen, die in weiterer Folge selbst Workshops zu den beiden Themen abhalten sollen.

Aktivist_innen der Veganen Gesellschaft sorgten dabei für die Verpflegung und stellten für die 12-30 Anwesenden vegane Mahlzeiten bereit. Gekocht wurde außerdem fair und bio.

Vortrag über gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung

Am Dienstag, den 29.4.2008 hielt die Ernährungswissenschafterin Katharina Petter im Grazer Spektral einen Vortrag über gesundheitliche Aspekte veganer Ernährung. Vor ca. 40 aufmerksamen Zuhörer_innen erläuterte sie, wie eine abwechslungsreiche, gesunde vegane Ernährung aussieht und welche Vorteile diese gegenüber der in Österreich üblichen Mischkost hat. Zahlreiche Fragen verdeutlichten das große Interesse der Anwesenden. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit veganer Volxküche.


Hardcore: Agnostic Front + Support in der "Erbse"

Agnostic Front Konzert

Unter dem Motto "New York Hardcore meets Seewinkel Hardcore" trafen Agnostic Front, The Hoods und diverse andere Hardcore Punkbands am 19. April 2008 in der Erbse in Bruckneudorf zusammen. Organisiert wurde dieser Event vom Kulturverein „Rode Ruam”, der auch für die Vegane Gesellschaft Österreich und den VGT einen Infostand am Konzert reservierte. Der Kulturverein selbst organisiert in erster Linie Veranstaltungen, so auch das letztjährige Miklosfest, Vereinsziele sind aber auch "bio" sowie "Nachhaltigkeit". In diesem Sinne konnten die etwa 700 Besucher des Konzerts nicht nur zwischen Hirter Bio Hanf Bier und diversen Fair-Trade Energy-Drinks wählen. Es wurden auch reichlich vegane Tiroler Kaminwurzen, gesponsort von Ulmafit, umgesetzt.

 

Freegan-Club im Haus Panorama

Am 13.04.2008 fand in Wien im Haus Panorama Student_innenheim der erste Freegan-Club statt. Bei äußerst günstigen Getränkepreisen bot der Veranstalter Freegan-Stevie gratis Essen für alle an. Die Zutaten für die Kartoffelsuppe waren fast alle am Tag davor containert, also aus Mülltonnen gerettet. Die Veranstaltung, die starken Volksküchencharakter hatte, lockte um die 25 Gäste an. Supermärkte in Österreich werfen um die 45 kg verwertbare Lebensmittel täglich weg. Der Freegan-Club wollte auf diese Tatsachen aufmerksam machen. Das gratis vegane Essen und das Infomaterial trug seinen Teil dazu bei.
Linktipp: www.freegan.at

Klimawandel macht Schule

Am 10.04.2008 durfte die VGÖ in der privaten Fachschule für Kosmetik „ICOS“ in der Gablenzgasse, Wien, einen Vortrag über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Klimawandel halten. Entsprechend den Ergebnissen der vorgestellten FAO- und IPCC-Studien hat sich die Ernährung unübersehbar als ein gewichtiger Faktor herauskristallisiert.

 

Gesundheitsvortrag bei Frau Dr. Reisinger

Am 19.01.2008 hielt der Ernährungswissenschafter Martin Schlatzer einen Vortrag über die gesundheitlichen Aspekte der veganen Ernährung. Dabei erläuterte er den Begriff des Veganismus, woher der Begriff kommt und wie viele Menschen sich vegan ernähren. Außerdem widmete er sich 10 FAQs, den Beweggründen für Veganismus, sowie gesundheitlichen, moralischen und ernährungsökologischen Aspekten. Abschliessend wurde das Thema "Veganimus im Alltag" behandelt. Nach einigen Fragen wurde die Veranstaltung mit einem veganen Buffet abgerundet.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die die Leute als recht spannend empfanden.

Vortrag in HAK über Veganismus und Klimawandel

Der Klimaexperte und Veganer Martin Schlatzer folgte der Einladung einer Schule im Burgenland und referierte über den Zusammenhang von Klimawandel und Viehzucht. Ein Schüler, der die Idee für diesen Vortrag hatte, war letztendlich dafür verantwortlich, dass am 19.12. in der HAK in Neusiedl am See untypische Themen die ersten zwei Stunden füllten. Vor ungefähr 30 Schüler_innen wurde in der ersten Stunde der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Viehzucht dargelegt. In der zweiten Stunde konnten die Schüler_innen Fragen zum veganen Lebensstil und Gesundheit stellen. Für viele der Schüler_innen war es das erste Mal, dass sie von Veganismus gehört haben.
(Folien)

Vegane Beteiligung an Grazer Tiertransportsymposium

An der vom Aktiven Tierschutz Steiermark im Hotel Wende am 10.01.08
organisierten Diskussionsrunde, zum Thema, ob regionale Fleischproduktion Tiertransporte verhindern kann, nahmen Experten aus den Sparten Ökologie (Herr Martin Schlatzer, Ernährungswissenschafter), Tierschutz (Herr Präsident Herbert Oster und Herr Generalsekretär Mag. Stefan Moser des Aktiven Tierschutzes Steiermark), Fleischerzeugung (Herr Johann Kaufmann vom Fleischhof Raabtal GmbH, Obmann des steirischen Vieh- und Fleischgroßhandels), Großkette (Herr Siegfried Weinkogl, Leiter Tann-Fleischwaren, Spar-Zentrale Graz) und Bio Ernte Steiermark (Herr Obmann Ing. Herbert Kain) teil.

Perspektive-Veranstaltung in Graz: Klima und Veg*ismus

Unter dem Titel "social change not climate change" fand am 23. Dezember 2007 im Grazer Spektral eine Tagung statt. Die Veranstaltung wurde vom "perspektive.at.tt"-Kollektiv organisiert und unter anderem von der Veganen Gesellschaft und dem Verein gegen Tierfabriken unterstützt. 25 interessierte GrazerInnen beteiligten sich aktiv an den Workshops.


Lange Nacht des Friedens 2007

Der Filmemacher Ernst Gruber lud am Samstag, dem 22.12.2007 ins Schikaneder-Kino in Wien zur langen Nacht des Friedens. Neben einer Reihe von anderen Infotischen waren auch Aktivist_innen der "Veganen Gesellschaft Österreich" mit einem Infotisch vertreten.

Thematisierung von Fleisch und Klimawandel

Am 28.09.2007 fand in Neusiedl am See eine Veranstaltung der Burgenländischen Grünen Bildungswerkstätte zum Thema Klimawandel statt. Die Hauptvortragende war die ehemalige Wissenschafterin des Jahres Prof. Dr. Helga Krom-Kolb. Das Aufliegen von Flugblättern zum Thema "Viehzucht und Klimawandel" sowie ein Diskussionsinput von Martin Schlatzer, einem veganen Ernährungsexperten, versuchten einen Fokus auf die Verbindung zwischen dem Konsum von Tierprodukten und dem Klimawandel zu lenken.


Symposium zum Thema Verschwendung

Am Freitag, dem 19.10.2007, folgte der Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich, Mag. Felix Hnat, einer Einladung des Künstlers Felix Schobert und nahm am Symposium zum Thema Verschwendung teil.


Islam trifft Tierschutz

Am 13.09.2007 fand im Islamologischen Institut in Wien ein Symposium statt, das „Tierschutz im Islam" zum Thema hatte. Die Vegane Gesellschaft Österreich hatte einmal mehr die Gelegenheit über die Hintergründe der Tiernutzung sowie der tierschonenden veganen Alternative zu berichten.


vegan.at-LäuferInnen beim Wachaumarathon

Anfang 2007 schließen sich laufbegeisterte VeganerInnen zusammen um
gemeinsam als veganes Laufteam bei diversen Laufwettbewerben anzutreten.
Nach dem erfolgreichen Frauenlauf im Wiener Prater im Anfang Juni 2007
beschloss das vegane Laufteam dieses Jahr auch zum ersten Mal am
Wachau-Lauf teilzunehmen. Bei strahlendem Sonnenschein und
spätsommerlichen Temperaturen fand am 16.09.2007 der Wachau-Marathon
statt.


Infostand beim Miklos-Festival 2007

Am 24. und 25. August 2007 fand das jährliche Miklos-Festival des Kulturvereins Rode Ruam statt – diesmal in der "Erbse" in Bruckneudorf. Wie immer lag der Schwerpunkt des Festivals auf Ska- und Hardcorepunk. Mit dabei im nördlichen Bugenland auch ein gemeinsamer Infostand der Veganen Gesellschaft Österreich und des Vereins Gegen Tierfabriken!



Veganes Buffet bei der Eröffnung der Sommerakademie 2007

Aufgrund des großen Erfolges vom letzten Jahr wurde die vegane Gesellschaft Österreich auch 2007 wieder eingeladen für die Sommerakademieeröffnung der VHS Wien West das Buffet bereitzustellen.

 

Veganmania 10 - ein Thema - 4 Städte

Zum zehnten Mal in Folge fanden nun bereits vegane Sommerfeste in Österreich statt. Diese, von der VGÖ organisierten Events, sind bewährter und fixer Bestandteil um unsere Lebenseinstellung, welche an Notwendigkeit nicht dringender sein könnte, und unsere Lebensweise, die sich unter anderem durch besonderen Weitblick auszeichnet, zu präsentieren und zu feiern.

 

Tierschutz trifft Umweltschutz

Der Klimawandel ist uns heute allen ein Begriff. Eine FAO Studie wies nach, dass die Tiernutzung ein größerer Faktor für den Klimawandel ist, als Verkehr oder Industrie. Ist ein nachhaltiger ökologischer "Fußabdruck" mit Tierproduktion überhaupt möglich?

 

Bock auf Bockwurst?

Im Juni 2007 fand eine Benefizveranstaltung für den Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock im 2. Bezirk statt. Ute Bock ist für ihr einzigartiges Engagement bekannt und findet immer wieder Menschen, die gerne und freiwillig ihre Hilfe anbieten. Speziell bei Konzerten und Festen werden Zusammenhänge mit ihrem Namen gesucht. Ein freiwilliger Helfer entschied sich spontan dazu, statt wie ursprünglich geplant fleischliche Bockwürste, vegane Bockwürste anzubieten, um durch den Gewinn, der mit deren Verkauf erzielt wird, das Flüchtlingsprojekt finanziell zu unterstützen.

Klimavorlesung im Wiener Rathaus

Klimaschutz und der Konsum von Tierprodukten hängen eng miteinander zusammen. TierschützerInnen nutzen eine Veranstaltung im Wiener Rathaus mit hochkarätigen wissenschaftlichen Gästen, um dies zu thematisieren.

Donauinselfest - vegan.at zeigt die Kehrseite

Die Vegane Gesellschaft war mit einem Infostand beim Donauinselfest verteten. Ein Gegengewicht zu Backhendl, Steckerlfisch, Kebap und Spanferkel ...



EVU Talks 2007 in Wien

Die EVU Talks sind ein jährliches Treffen von VertreterInnen von europäischen veganen und vegetarischen Vereinen und von allen die es interessiert. Die EVU Talks 2007 standen ganz unter dem Themenschwerpunkt Welthunger.

Insgesamt waren 50 internationale Gäste sowie lokale InteressentInnen anwesend um Lösungen auf das auch durch die Tierproduktion verursachte Welthungerproblem zu finden.



Lange Nacht des Friedens mit vegan.at Buffet

Am 20.12.2006 fand in Wien im Schikanederkino eine sozialkritische Veranstaltung statt. Das Thema Frieden wurde sehr facettenreich beleuchtet und diskutiert. Es wurden Filme gezeigt, und Projekte, wie zB. eine Segelfahrt des Friedens, vorgestellt. Der VGT thematisierte auch das Mensch-Tierverhältnis und zeigte den Film „Their future in your hands“ vor.



VGÖ Infostand am veganen Sommerfest der Grünen (08/06)

Die Grünen haben am 30.08.2006 in Wien im Lokal „Andino“ im 6. Bezirk im Rahmen eines veganen Sommerfestes ihr Wahlprogramm zum Thema Tierschutz präsentiert.

 

Veganes Buffet bei der Eröffnung der Sommerakademie der VHS Wien West (2006)

Die Sommerakademie der Volkshochschule Wien West im 6. Bezirk stellt den Kick-Off des Sommerprogramms der VHS dar und soll Interessierten die Möglichkeit bieten, in verschiedene Bereiche und Themengebiete, die die VHS anbietet, reinzuschnuppern. Das Thema der diesjährigen Akademie war Gesundheit und Kreativität und insofern durfte die vegane Ernährung ja nicht fehlen.


VeganMania 9 (6-7/06)

3 Events, 3 Hauptstädte, viel Sonne, Interesse und Lebensfreude!
Das waren die Veganen Sommerfeste 2006 der VGÖ!
Verschiedenste Stände um die vegane Lebensweise mit köstlichen Speisen und Getränken, herrliches Sommerwetter und viele BesucherInnen machten unsere Sommerfeste auch heuer wieder zu erfolgreichen und nicht mehr wegzudenkenden Events für die österreichische Vegan-Szene. Heuer machte die Veganmania-Tour in den Städten Wien, Graz und Salzburg Halt.


Bericht vom ASF 2006 in Graz(06/06)

Das Austrian Social Forum (ASF) fand dieses Jahr von 15.6-17.6. in Graz statt. Das ASF soll allen alternativen Organisationen und Individuen die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung bieten. Es gab sehr reichhaltige Workshops zu diversen sozialen, umwelt- und tierschutzrelevanten Themen.


Ernährungsvortrag von VGÖ und VGT
(3/06)

Am 3. März luden der VGT und die VGÖ zum Vortrag "Vegetarische und Vegane Ernährung - kein Problem!" Ein Ernährungswissenschaftsstudent und der Obmann der VGÖ geben von ihrem Ernährungswissen Preis und geben erstmals die VGÖ Empfehlungen für die Praxis zum Vitamin B 12 heraus. Abgerundet wird der Abend mit der Praxis: einem veganen Buffet. Das VGT Kellerlokal ist mit 50 BesucherInnen fast überfordert.


Animal Liberation Workshop in Wien - ALW (11/05)

Am 26. und 27. November fand der fünfte und letzte Animal Liberation Workshop for beginners in diesem Jahr im WUK statt. Über 120 Personen nahmen insgesamt an diesem Wochenende teil - einer der Erstteilnehmer hat seine Eindrücke geschildert.


AJ-Gang in Wien (11/05)

Fulminanter Auftritt der Tierrechtsband in der OST Klub Bar in Wien am Weltvegantag 2005.
Obwohl die vier Musiker aus Deutschland gerade erst ihre neue CD "Meat is Murder" präsentierten, legten sie in Wien gleich eine ganze Reihe neuer Songs auf den Tisch. Und diese neuen Songs habens in sich. Nahtlos wird an die letzten Werke angeschlossen: Teilweise kraftvoll, teilweise einfühlsam, immer aber voll von sprühender Kreativität.


VeganMania 8 (11/05)

Unkommentierte Bilder von den Sommerfesten in Wien und Salzburg.


Tierrechtskongress Wien 2002 (2/02)

Bis zum 18. Jahrhundert war das Menschenbild der Gesellschaft sehr stark durch die Philosophie des Perfektionismus von Aristoteles geprägt, die von der grundsätzlichen Ungleichheit - und damit einhergehend von der grundsätzlichen Verschiedenwertigkeit - der Menschen untereinander ausgeht. Die Aufklärung ersetzte dieses Menschenbild durch die Idee der Gleichberechtigung aller Menschen. Doch in einer chauvinistischen Feudalgesellschaft ohne Kinderschutz, Frauenrechte oder irgendwelche Sozialgesetze, konnten solche Ideen nur durch eine entsprechende soziale revolutionäre Bewegung, die Menschenrechtsbewegung, etabliert werden. Die heutige Gesellschaft hat die Wertvorstellungen dieser Bewegung weitgehend aufgenommen und zur Norm erklärt.


Kunstsymposium "Tier als Subjekt" (8/01)

Das TR-Kunstsymposium "Tier als Subjekt" in Grosswarasdorf im Burgenland war ein riesen grosser Erfolg. Rund 20 Personen nahmen durchgehend an der Veranstaltung teil, und am Spitzentag, dem Donnerstag, waren sogar gezählte 52 Personen dabei. Bei der Pressekonferenz waren Fernsehen, Radio und 2 Lokalzeitungen anwesend. Alle Vorträge und Veranstaltungen waren auf höchstem Niveau. Dieses Symposium war eine beeindruckende Vorstellung der Tierrechtsbewegung in Österreich, ihrer Einigkeit und ihres Potentials.


Tom Regan Vortrag in Wien: "Vegetarianism and Animal Rights" (11/01)

Während seiner diesjährigen Vortragstour durch Europa besuchte Professor Tom Regan, einer der größten Vordenker der Tierrechtsbewegung, von 6. - 8. Nov. 2001 auch Österreich. Er hielt sowohl an der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Vorlesung als auch für die Öffentlichkeit im Albert Schweitzer Haus einen Vortrag.

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V. Diskussionen

Hinweis: die im Rahmen der Diskussionen geäußerten Meinungen müssen nicht mit denen der Veganen Gesellschaft Österreich überein stimmen.

Abschaffung versus Reform
oder: Welche Kampagnen führen letztendlich zu Tierrechten?

Tierschutz und Tierrechte

Tierschutz und Tierrechte haben an und für sich eine gänzlich verschiedene Geschichte und gänzlich verschiedene Ansprüche. Tierschutz entstand als Idee schon Mitte des 18. Jahrhunderts. Der erste Tierschutzverein der Welt wurde 1824 in England, der erste Österreichs, der Wiener Tierschutzverein, 1846 in Wien gegründet. Das erste Tierschutzgesetz bei uns entstand im selben Jahr. Tierschutz ist durch Mitgefühl motiviert, das Ziel ist, das Leiden der Tiere zu minimieren. Die ersten Tierschutzvereine arbeiteten ausschließlich daran, in Not geratenen Tieren – vor allem Haustieren – zu helfen. Das Töten selbst ist dabei kein ethisches Thema. Der Nutzungsanspruch des Menschen an die anderen Tiere wird nicht in Frage gestellt. Die Nutzung sollte eben möglichst human erfolgen, das notwendige Leiden auf ein Minimum reduziert werden. Das Mensch-Tier Verhältnis in der Gesellschaft wird nicht in Frage gestellt. Die Tierschutzbewegung versteht sich selbst als sozial – sie will helfen – aber nicht als politisch – sie will nicht die Gesellschaft grundsätzlich verändern. Tierschutz fordert die Menschen auf, gute Menschen zu sein, Tiere zu schonen, Mitgefühl zu zeigen. Grundsätzlich anders ist im Vergleich dazu die Tierrechtsbewegung...


Über den sogenannten "KZ-Vergleich"

Seit vielen Jahren taucht in verschiedenen Pamphleten und Flugblättern aus der Tierrechtsszene immer wieder der explizite Vergleich zwischen Massentierhaltungen und Konzentrationslagern (kurz KZs) des Dritten Reichs auf. So gibt es Pickerl des Vereins der Tierbefreier Österreichs, auf denen ein Bild eines Huhns aus der Legebatterie überschrieben ist mit: "Für Sie im KZ". Der Verein gegen Tierfabriken hatte eine Schweinefabrik des Stiftes Kremsmünster u.a. als "Tier-KZ" bezeichnet und wurde daraufhin vom Stift geklagt. Der Oberste Gerichtshof urteilte 1998 letztendlich im Sinne des Tierrechtsvereins. Im Erkenntnis stand wörtlich: "Massentierhaltung schafft für die betroffenen Tiere zweifellos äußerst unangenehme Lebensbedingungen. Dies darf auch mit massiver Kritik als Tierquälerei oder mit dem Vergleich ‚Tier-KZ' plakativ und provokant zum Ausdruck gebracht werden." Und der Tierrechtsphilosoph Helmuth Kaplan zieht sowohl auf seiner Internetseite, als auch bei seinen Fernsehauftritten sehr häufig und energisch den Vergleich zwischen KZs und Tierfabriken.


DDr. Martin Balluch:

Denunziation und Aufsplitterung in der Tierrechtsbewegung

Neue soziale Bewegungen wie die Tierrechtsbewegung ziehen viele verschiedene Menschen an, die im Rahmen dieser Bewegungen aktiv werden. Diese Menschen können sich aber in ihren Weltanschauungen, ihrem sozialen Hintergrund, ihrer Lebenserfahrung und ihrer Persönlichkeit ganz grundlegend unterscheiden. Viele Aktive können mit diesen Unterschieden nicht umgehen, es kommt oft zur Zersplitterung der Bewegung und zum Phänomen der Denunziation. Bei letzterem werden wahre oder falsche Informationen über einzelne AktivistInnen oder ganze Gruppen bzw. Vereine an die Öffentlichkeit gebracht, oft auch von anonymer Quelle, mit dem Ziel diese AktivistInnen oder die Gruppen bzw. Vereine negativ darzustellen und ihre Ausgrenzung aus der Bewegung oder sogar aus einem ganzen Segment der Gesellschaft zu erreichen. Die Phänomene der Denunziation und der Aufsplitterung sind nicht auf die Tierrechtsbewegung beschränkt. In der Geschichte der neuen sozialen Bewegungen hat sich gezeigt, dass nur jene Bewegungen erfolgreich sind, die ihre eigene Tendenz zur Denunziation und Aufsplitterung in den Griff bekommen. Dieser Artikel möchte dazu beitragen, indem er sowohl historisch als auch gesellschaftsanalytisch diese Phänomene darstellt, ihre eigentliche Motivation untersucht und ihre schädliche Auswirkung offenlegt.


VI. Veganismus

Veganes China - Einblicke in eine verkannte Küche

Schnecken, Maden, Hunde, Katzen, alles was läuft und kriecht - die Vorurteile über die Chinesische Küche sind groß. Das waren sie auch bei mir, als ich meine Chinareise plante. Entfernte Orte wie das tiefkühltruhenkalte Jilin oder das subtropische, durch manchmal bedenklichen Haustierkonsum berüchtigte Guangdong, sorgten für große Sorgen in Sachen Lebenserhaltung eines Veganers im Land der Mitte.


Vegetarisch/Vegane Restaurants in Paris

Paris bietet eine Vielzahl an Restaurants mit vegetarisch/veganer Küche. Abgesehen von den vielen rein vegetarisch/veganen Restaurant gibt es auch noch viele Restaurants, die zwar nicht rein vegetarisch kochen (daher auch Fisch und Fleisch servieren), jedoch gesondert vegetarisch/vegane Speisen in ihrem kulinarischem Repertoire anbieten. Diese nicht 100% vegetarischen Restaurants bleiben aber trotzdem in diesem Bericht unerwähnt.

Vegan durch Zentralamerika und Mexiko

von Katja Lachmann (www.followtheroad.com)

Wir – Katja (Deutsche) und Augustas (Litauer) – sind leidenschaftliche Abenteurer. Wir begannen unsere Reise durch die Welt im Januar 2006 in Mexiko und haben seitdem alle Länder in Zentralamerika, Kuba und die südamerikanischen Länder Venezuela und Kolumbien bereist. Im Moment befinden wir uns in Ekuador, wo wir für einige Monate bleiben wollen. Während wir reisen, interessiert uns besonders, die Menschen und ihr alltägliches Leben kennenzulernen. Das Trampen ist unsere Form der Fortbewegung und unser Zelt dient uns in der Wildnis oder in Dörfern. Häufig verbringen wir unsere Nächte in den Häusern der Einwohner des besuchten Landes, die uns in den meisten Fällen vom Fleck weg einladen. Wir sind Vegetarier, leben aber vorwiegend vegan, weil Katja eine Laktoseunverträglichkeit hat.


Vegane Schuhe

Vorwort einer bekennenden Schuhfetischistin:

Bei Liebeskummer, schlechter Stimmung oder Depressionen aller Art gibt es nur ein unfehlbares Heilmittel - Schuhe kaufen! Kaum ein Klischee weiblichen Verhaltens trifft so genau ins Schwarze und entspricht außerdem, angestachelt durch das; zugegebenermaßen etwas merkwürdige; Verhalten einiger Protagonistinnen amerikanischer Fernsehserien, punktgenau dem Zeitgeist. Schuhe für jede Situation und angepasst an jedes Outfit oder auch nur einfach Schuhe, die gekauft werden, um ungetragen im Regal zu verstauben.

VII. Politik und Gesellschaft

Wieviele Vegetarier_innen gibt es?
Wieviele Veganer_innen gibt es?

Verlässliches statistisches Zahlenmaterial.

„Die Anzahl der Vegetarier_innen steigt.“, „In Deutschland und England gibt es zusammen in etwa eine Million Veganer_innen.“ oder „In Deutschland gibt es 8% Vegetarier_innen.“. Diese und andere Statements sind des Öfteren zu hören und geistern in diversen Foren herum, oder werden verbal weitergegeben.


Studie: Veganismus als Lebensstil

Die Autoren untersuchen im Rahmen einer Arbeit auf der Uni Wien mit Hilfe einer quantitativen Befragung im Internet Motive und demografische Merkmale von VeganerInnen.

What's wrong with AMA?

Hintergrundinforamtionen über die AMA und ihre manipulative Bewerbung von Fleischprodukten. Aus einer politischen und gesundheitlichen Perspektive.


Studie: Agrarsubventionen in Österreich aus einer tierrechtlerischen Perspektive

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Agrarsubventionen in Österreich im Jahre 2003 und ihrer Betrachtung aus einer tierrechtlerischen Perspektive. Ziel der Arbeit war eine zahlenmäßige Erfassung jener Agrarsubventionen die tierliche Produktion fördern zu erwirken. Nach einer Erläuterung der gesellschaftlichen Relevanz dieser Untersuchung wurden entsprechende Kategorien definiert. Anschließend wurde versucht, die heutige Subventionslandschaft historisch zu erklären und ihre Auswirkung auf die Preise zu beleuchten. Letztendlich wurden die Subventionen unter Mitberücksichtigung von Futtermitteln in die entsprechenden Kategorien zugeteilt. Auf tierrechtsrelevante Aspekte wurde hingewiesen.

Ein Großteil der Arbeit bestand aus Literaturrecherche, der restliche Aufwand war in erster Linie empirische Daten zu erhalten und aufzubereiten. Der Autor ist sich sicher, dass irgendjemand im Ministerium die Untersuchung mittels einer Datenbankabfrage viel detaillierter hätte lösen können, die Daten wären vorhanden. Der Willen dazu fehlte aber. So musste der Autor die Futterdaten aus Versorgungsbilanzen entnehmen, die Aufteilung der Daten konnte nur mit unveröffentlichten aggregierten Daten der Statistik Austria, der AMA oder des Ministeriums vorgenommen werden. Sämtliche „pflanzliche Subventionen“ wurden mit Hilfe eines aus den Versorgungsbilanzen entstammenden Schlüssels (der auch Verfütterungsanteil enthält) in die neu geschaffenen Kategorien zugeteilt; „tierliche Subventionen“ wurden direkt übernommen.
Die Untersuchung zeigt, dass 61 % aller ausgezahlten Gelder die tierliche Produktion begünstigen. Das heißt sie hängen direkt von tierlicher Produktion oder von der Produktion von Futtermitteln, oder von anderen indirekten Elementen ab, die tierlichen Produkten zugewiesen werden können. 17% der Gelder konnten nicht zugeteilt werden, 11 % fallen in die pflanzliche Kategorie, 3 % in die forstliche und 8% in die sonstige (Diese Gelder konnten zugeteilt werden, allerdings in andere Produktionsbereiche als tierlich, pflanzlich oder forstlich). Die Arbeit ist eine reine Bestandsaufnahme und sagt nichts über Mengen- oder Preiswirkungen aus.

Studie: Ausblick und Chancen des Vegetarismustrends im Lebensmittelhandel

Weltweit steigt die Anzahl der Menschen, die sich für eine vegetarische
Ernährungsform entscheiden und diese dann auch konsequent praktizieren. Es stellt
sich die Frage, ob dies eine Ernährungswende für die Zukunft aufzeigt.
Vegetarierverbände sind überzeugt, dass sich die Anzahl der Vegetarier im Laufe der
Zeit deutlich erhöhen und unaufhaltbar steigen wird. Vor allem junge Verbraucher
verzichten immer häufiger auf den Fleischkonsum und werden auch in Zukunft
diesem Trend der Ernährungsform folgen. Hierbei können, vor allem für eine junge
Zielgruppe zugeschnittene vegetarische Produkte, große Marktpotenziale identifiziert
werden. Diese Arbeit versucht somit, den derzeitigen Markt an vegetarischen
Produkten zu erheben, in dem die Nachfrage wie auch die Angebotsseite befragt
wird, um des Weiteren die Entwicklungstendenz von vegetarischen Produkten,
speziell die von Fleischalternativen, herauszufinden. Ziel ist es festzustellen, welche
Marktpotenziale sich aus der steigenden Konsumveränderung ableiten lassen. Für
Unternehmen, die vegetarische Unternehmen herstellen bzw. vermarkten, können die
Ergebnisse der vorliegenden Arbeit wichtige Informationsgrundlage oder
Entscheidungshilfe sein. Dazu sollen die Trends und aktuelle Entwicklungen im
Konsumentenverhalten beleuchtet werden, um eventuelle Maßnahmen daraus
ableiten zu können.

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