vegane Ernährung im Krankenhaus

Restaurants, Bezugsquellen - where is all the vegan stuff? :-)

vegane Ernährung im Krankenhaus

von Blocksberg » So 18. Nov 2012, 16:06

Hallo Leute

Ich möchte wegen den epileptischen/kataplexischen Anfällen in die Uniklinik Freiburg weil die haben ein ganz neues vielversprechendes Konzept, was es sonst nirgendwo gibt.
Ich weiß nur nicht wie ich sagen soll, dass ich vegan lebe.
ich war schon oft im Krankenhaus wegen so einem Anfall aber ich habe mich nie getraut zu sagen, nur einmal, aber da kam so eine dumme bemerkung.
wie würdet ihr das sagen?
Milch und Milchprodukte würde ich in der UniKlinik freiburg sowieso nicht bekommen, denn die passen nicht in das Ernährungskonzept dieser klink.
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von Kitty55 » Mo 19. Nov 2012, 13:49

Also ich bin da immer für den geraden Weg. Was, wenn du Unverträglichkeiten hättest, dann müssen sie sich ja auch anspassen. Wird vielleicht schwierig werden, aber einen Versuch ist es wert. Falls das KH nicht allzu groß ist, sind sie vielleicht flexibler. Und wenn das gar nicht geht, dann könntest du ja vielleicht vorkochen? Eine Mikrowelle werden die ja haben. :roll:

Alles Gute für dich!!! ;)
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von Catwoman » Sa 1. Dez 2012, 23:53

Mein Freund war vor einigen Monaten auf stationärem Entzug. Er hat dort vegane Verpflegung bekommen. Am Anfang hat es einige Schwierigkeiten gegeben, weil die "vegetarisch/vegan" in seine Akte geschrieben haben und deswegen is er immer aufs vegetarische verwiesen worden, aber nach einem Gespräch mit dem Küchenchef war dann alles geklärt und sie haben immer extra für ihn gekocht. War natürlich nix aufregendes dabei, also hauptsächlich Gemüse, Gemüse, Gemüse, ganz selten mal Tofu und immer Obst als Nachspeise, aber ich hab ihm ja zusätzlich immer was vorbei gebracht und so hat das schon gepasst. Er hat von Anfang an überall gesagt, dass er vegan is.
Sollte bei dir also auch hinhauen. Obst Gemüse, Kartoffeln, Reis,... werden sie ja dahaben, das sind schließlich Grundnahrungsmittel und zur Not kann man ja davon alleine auch eine Zeit lang leben. Ich würd aber fragen, ob du vielleicht einen Kühlschrank mitverwenden kannst, denn dann kannst du dir Margarine und sowas selbst mitnehmen, damit du dann net ohne dastehst. Außerdem werden dich ja auch mal Leute besuchen kommen, oder? Die sollen dir auch noch was zu Essen mitnehmen, dann wird das schon passen. Wie lange wirst du denn dort sein?
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von Trodaire » So 2. Dez 2012, 11:26

MH, das ist heikel.
Ich werd mal meine Geschichte erzaehlen und hoffe du triffst auf mehr Verstaendniss.
Sonst wuerde sag doch das du eine Milch- und Eiunvertraeglichkeit/allergie hast, wahrscheinlich besser weil dann wirst du ernst genommen.

Als ich im Krankenhaus war und veganes Essen verlangt habe wurde ich anscheined auch unter Vegetarier gelistet.
Mal abgesehen vom Fruehstueck (Semmeln mit nur Marmelade und schwarzem Wasser) haben die es waehrend meinem Aufenthalt nie geschafft was rein veganes zubekommen.
Ich bekam ja nicht das normale sondern eine sogenannte Schonkost, die bestand aus Huettenkaese und zwieback und ner ``Suppe`` (Wasser mit irgendwas weissem drin). Ich musste jedes mal der Schwester neu mitteilen das ich keinen Kaese essen kann und ich was anders brauchte, gesagt getan nix neues Auf meinem Teller.
Mein e 1.M(ittag)essen. ich blieb auf 2st.Zwieback sitzen und die Suppe wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht riskieren. Habe mich beschwert und noch mal alles erklaert von wegegen vegan und was das heisst.
2. A(bend)essen wieder Huettenkaese und Zwieback keine Suppe, wieder das selbe, beschwert erklaert, wieder nur Zwieback(wohl gemerkt 2 Stueck haha da wird man satt von )
3. Messen ratet mal, ja richtig Huettenkaese! und Suppe , wieder beschwert weider zurueck geschickt wieder erklaert .Mh, lecker 2 st. Zwieback und Suppe die war ja angeblich vegan (keiner wusste was drin war, ich hatte Soo nen Hunger )
dann endlich Besuch!!! endlich Essen ! das war am 2-ten.Tag.
4. Aessen .......Huettenkaese und Zwieback -______________-, wieder beschwert wieder halb am verhungern.
Letzter Tag:
5.Messen, wieder Huettenkaese *echt nicht normal* , wieder beschwert, und endlich! angebelich veganes essen !!
Ich be kam eine Rohkost/Schonkost platte (3 Streifen Paprika 2 St. Weissbrot, einen Gemuese Aufstrich und ein Fleischaustrich in diesen Aludosen -______-)
War ich froh als ich raus kam.
Und das war ein kleines KH das war einen sch******* flexibler.
Ein Schritt nach vorne ist besser als zwei zurueck!
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von edinio » So 2. Dez 2012, 12:51

Krankenhäuser und generell das ganze "Gesundheitssystem" sind eine Katastrophe. Ich hab mich so aufs Rote Kreuz gefreut gehabt, weil ich dachte, da treff ich auf intelligente niveauvolle Leute, die sich auch ein wenig auskennen...

Jeder 2. Arzt ist Alkoholiker und Medikamentensüchtler. Ohne Leberkäse leben sie erst mal gar nicht. Und auch wenn das Essen im Krankenhaus immer "gesund" war (war zu der Zeit noch Omnivorer), ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals irgendetwas veganisierbares auf den Teller kam... Und ich war in 3 verschiedenen Krankenhäusern. Von ganz klein - ganz groß...

Sorry - da muss ich dich enttäuschen... Am besten du lässt dir was von freunden oder so organisieren...
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von Soronas » So 2. Dez 2012, 15:17

Als ich mal einen stationären Aufenthalt hatte, wurde ich auch erstmal blöd angeschaut von den Pflegekräften als ich gesagt habe, dass ich vegan bin. Habe im Endeffekt kaum was gegessen, da ich sowieso keinen Appetitt hatte und auch nicht lange dort war, aber im Grunde hätte ich nicht viel anderes veganes bekommen als Brot/Semmel und Marmelade. Da ich selbst in der Krankenpflege arbeite, fand ich das besonders schade und war enttäuscht (vor allem von der Reaktion der Pflegenden).
Genrell denke ich aber, dass vegane Kost sehr wohl möglich sein sollte im Krankenhaus, da viele Leute schließlich auch Nahrungsunverträglichkeiten haben oder sonstige Schonkost brauchen. Es kommt sicherlich auch darauf an, auf welcher Station in welchem Krankenhaus du landest, denn es gibt bestimmt auch Personal, dass sich bemüht geeignetes Essen zu besorgen - im Sinne einer patientenorientierten/ganzheitlichen Versorgung eben.
In Privatspitälern (zb Rudolfinerhaus) ist es 100%ig möglich (nehm ich an) - aber das kann sich ja nur ein Bruchteil leisten- und im St. Josef zB glaube ich auch. Und gerade in Spitälern, wo auch alternative Methoden etc. angewandt werden, sollte veganes Essen ja nicht als etwas allzu Exotisches betrachten werden.
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von cao » So 2. Dez 2012, 18:13

also ich arbeit auch in einem spital. die essenseingabe für veganer ist meiner meinung nach nicht schwer. wir haben ein computersystem, da kann man auswählen zb leichte vollkost, hausmannskost, vegetarische kost usw. zusätzlich kann man noch taxieren, dh speisen, die man absolut nicht mag od nicht verträgt/nicht essen darf, vom speiseplan streichen. hab das zwar noch nie für einen veganer gemacht, man müsste da recht viel ankreuzen, was nicht dabei sein darf/soll, aba prinzipiell ist es möglich. außerdem kann man jederzeit eine sogenannte diätassistentin hinzuziehen, die alles noch mal bespricht u dann in der küche bescheid gibt. außerdem ist es jederzeit möglich, in der küche anzurufen u zb. grießkoch mit wasser (anstatt mit milch) zu bekommen. sojapudding als nachspeise ist bei uns schon normal (auch für omnivore).

ich weiß nicht, wie das in anderen kh so ist, aba ich denke, es kann sollte kein problem sein. kommt halt auf das personal an, ob sich jemand die "arbeit antun" mag, das essen extra zu bestellen. leider stößt man mit veganismus oftmals auf unverständnis u kriegt dann irgendwas vegetarisches ..
nicht weil etwas schwer ist wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer (seneca)
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von Token » Mo 3. Dez 2012, 11:00

Die Hardliner mögen mich schelten aber im KH esse ich vegetarisch.
Erstens gibt es erstaunlicherweise weit verbreitetes Unverständnis, was man in Sozialberufen eigentlich nicht erwarten würde, selbst die vegetarische Menüwahl ist reichlich ungewöhnlich. Wenn man dann tatsächlich was veganes bekommt, dürfte das so ziemlich in Richtung Rohkostteller gehen. Gerade im Krankenhaus habe ich aber keinerlei Interesse daran Kalorien und Nährstoffe auf das Level eines Magermodels zu setzen, zumal das den Körper bei der Gesundung nicht gerade unterstützt. Da bin ich lieber schnell raus und kann dann richtig vegan leben als mit Zwieback und Co. im KH zu siechen.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass man hier bei Entscheidungsträgern durchaus was erreichen könnte - Vegan als normale Menüoption + entsprechendes Wissen in der Küche.
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von hun » Mi 5. Dez 2012, 15:59

Manchmal kann man sich das nicht so aussuchen wie man möchte, vorallem, wenn es angeblich medizinisch begründet ist bei schwerer Krankheit bzw. gibt es Situationen, welche lebensbedrohend sind nach Ansicht der Ärzte (akutes Nierenversagen mit Koma).
Dann gibt es noch viele andere schweren Krankheiten und für diese Zeiten würde ich ohne schlechtes Gewissen den Veganismus einmal bleiben lassen.

Bedenkt einmal wie schwierig es für ein Spital ist, die richtige Verpflegung zusammen zu stellen und gesund werden hat VORRANG.
think different ! think vegan !
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Re: vegane Ernährung im Krankenhaus

von baluba » Mi 5. Dez 2012, 16:26

Ich hatte erst einen stationären Aufenthalt und der war damals noch mit 17 in der Kinderklinik in Graz und als Omni. Allerdings dachte meine Mutter, ich würde mehr essen wenn sie mir alle möglichen Torten und Brötchen bringt. Da ich allerdings krankheitsbedingt keinen Appetit hatte, waren die Pflegenden wirklich nett und haben das Essen immer in einen Kühlschrank getan, bis ich Hunger hatte. Ich weiß nicht, ob es überall so einen Kühlschrank gibt indem Lebensmittel von PatientInnen aufbewahrt werden aber vl haben die Pflegenden einen, in dem sie dir eventuell ein Plätzche frei machen könnten. Dann müsstest du eben selbst 1-2x die Woche einkaufen gehen und hauptsächlich davon leben.
Ich seh das allerdings, wenns nicht anders geht, ähnlich wie Token. Hungern kann vielleicht gerade im KH deinen Gesundheitzustand verschlechtern und das, finde ich, ist wirklich nicht Sinn der Sache.
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