Vegan starterkit: 2. Gesundheitliche Vorteile

top [inhaltverzeichnis]
vorige [1. „Vegan“?]  nächste [3. Wie anfangen?]

Gesund mit veganer Ernährung

Pflanzliche Ernährung liegt im Trend. Kein Wunder: Veganer_innen sind im Durchschnitt schlanker, leben länger und gesünder als Menschen, die der in Österreich üblichen Mischkost folgen. Das bestätigen immer mehr wissenschaftliche Studien - und widerlegen somit klar das Vorurteil des schwachen und blassen Veganers, der an Eiweiß- und Kalziummangel leidet.

Die Meinung der größten Ernährungsgesellschaft der Welt

Die American Dietetic Association (ADA) ist mit über 70.000 Ernährungsexpert_innen die größte Ernährungsgesellschaft der Welt. In ihrem (2009 aktualisierten) Positionspapier zur vegetarischen und veganen Ernährung ist unter anderem zu lesen: "Es ist die Position der ADA, dass eine gut geplante vegetarische/vegane Ernährung gesund ist, alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthält und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet. ... Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, auch während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät." [1]

Veganer_innen leben länger

2009 wurde die bisher größte Studie (mit mehr als einer halben Millionen Menschen) über Fleischkonsum und dessen Auswirkungen auf die Entstehung von Krebs, Herzleiden und anderen Krankheiten publiziert. Das Ergebnis: Menschen mit dem höchsten Konsum an rotem Fleisch und weiterverarbeiteten Produkten wie Wurst oder Speck hatten das höchste Sterberisiko [2]. Auch eine Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums ergab, dass das Sterberisiko von Veganerinnen im Vergleich zu durchschnittlichen Fleischesserinnen um 30% reduziert ist. Bei männlichen Veganern liegt sie sogar um 50% niedriger als bei durchschnittlichen Allesessern. Grund ist ein insgesamt gesünderer Lebensstil sowie die günstigere Nährstoffzusammensetzung. Veganer_innen nehmen weniger gesättigtes Fett, Cholesterin und krebserregende Substanzen aus Fleisch auf, dafür überdurchschnittlich viele Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe [3, 4].

Schlank und gesund

Durch den deutlich höheren Gemüse- und niedrigeren Fettanteil in der Nahrung sind Veganer_innen im Durchschnitt auch schlanker. Daher treten sogenannte Wohlstandskrankheiten wie Adipositas und Diabetes mellitus seltener auf. Der Cholesterinspiegel ist ebenfalls meist wesentlich niedriger; in weiterer Folge leiden Veganer_innen weniger unter Herz-Kreislauf-Krankheiten - Todesursache Nr. 1 in Österreich. Nicht umsonst wird Patient_innen mit erhöhtem Cholesterinspiegel empfohlen, tierliche Fette zu meiden, dafür mehr Ballaststoffe und Soja zu konsumieren. Zusätzlich stuft die internationale Krebsforschungsorganisation „World Cancer Research Fund“ Fleisch als „überzeugende“ bzw. „wahrscheinliche“ Ursache für einige Krebserkrankungen ein [5]. Selbst therapeutisch eingesetzt kann pflanzliche Ernährung sinnvoll sein: Ein Umstieg bei Krankheiten wie Rheuma, Schuppenflechte und Neurodermitis kann Symptome deutlich lindern.

[1] http://vebu.de/gesundheit/studien/72-studien/174-positionspapier-ada-vegetarische-ernaehrung
[2] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19307518ordinalpos=4&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum
[3] www.dkfz-heidelberg.de/
[4] www.dkfz-heidelberg.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/download/dkfz_pm_05_26.pdf
[5] www.dietandcancerreport.org/

top [inhaltverzeichnis]
vorige [1. „Vegan“?]  nächste [3. Wie anfangen?]