Vegan starterkit: 7. Pflanzliche Alternativen zu Fleisch

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Für so ziemlich alle Fleischspeisen gibt es pflanzliche Alternativen, die ähnlich schmecken und auch eine vergleichbare Konsistenz aufweisen:

Tofu - der Jahrtausende alte Alleskönner aus ganzen Sojabohnen

Tofu wird in der Natur-Variante angeboten (die ungewürzt nach kaum etwas schmeckt, gut mariniert jedoch sehr vielfältig sein kann). Sehr zu empfehlen ist auch der Räuchertofu, der eine geräucherte, herbe Note hat. Weiters bieten verschiedenste Herstellerfirmen tolle Variationen an, etwa Bärlauchtofu, Pizzatofu, Chili-Tofu, Tofu Rosso, Seidentofu (Seidentofu ist eine sehr weiche Art von Tofu, die vor allem für Süßspeisen verwendet werden sollte) und vieles mehr. Durchkosten ist hier die Devise. Besonders die kreativen Sorten wie Pizzatofu oder japanische Tofuecken können angebraten mit Kartoffeln/Reis und Salat schon eine eigene schnelle Mahlzeit sein.

Tofu ist eines der vielseitigsten Lebensmittel in der veganen Küche, denn er nimmt dankbar jeden Geschmack an, dem man ihm geben will. Nachfolgend ein paar Anregungen und Tipps, wie man Tofu gewinnbringend verarbeitet und schmackhaft zubereitet.

Grundrezepte für den Alleskönner-Tofu

(z.B. für Eintöpfe, Gemüsepfannen, Geschnetzeltes, Gulasch, pur und mehr)
Den Tofu in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke zupfen oder würfeln und in verdünnter Sojasauce, Zitronensaft und Gewürzen nach Geschmack (perfekt ist das „Tofu- und Bratlinggewürz“ von Brecht, Reformhaus) einige Stunden marinieren. Toll auch einfach in Öl und mit der einen oder anderen gepressten Knoblauchzehe angebraten!

Wenn man Tofu fein zerbröselt, kann man ihn wie Faschiertes verwenden.

Zerdrückter Räuchertofu mit Tomatenmark, gemahlenem Kümmel, Salz/Pfeffer, Sojasoße und Petersilie ergibt die perfekte Füllung für Blätterteigtaschen oder Kartoffelknödel.

Kross gebratener Räuchertofu eignet sich für alle Gerichte, in denen im Original Speck vorkommt, z. B. Spaghetti Carbonara, Speckknödel, Krautfleckerln und Sauerkraut mit Speck.

Auch als Brotbelag oder als Krönung am vegetarischen „Putenstreifensalat“ schmeckt Räuchertofu hervorragend!

Seitan - ein echtes Stück Lebenskraft

Seitan ist ein beliebter Fleischersatz aus Weizeneiweiß, der sich durch einen deftigen Geschmack und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten auszeichnet. Er ist leicht zäh und hat damit eine große Ähnlichkeit mit verschiedenen Fleischsorten. Als Medaillons, Schweinsbraten-Ersatz mit dunkler Sauce, in Geschnetzeltem und überall dort, wo Biss gefragt ist (im wahrsten Sinne des Wortes). Außerdem ist Seitan ein traditionelles Grundnahrungsmittel aus Weizen, das viel Eiweiß liefert, aber wenig Fett und Cholesterin enthält. Wer’s fleischig mag, sollte ihn unbedingt ausprobieren.

Seitan-Bezugsmöglichkeiten in Österreich

Seitan kann aber auch selbst (mühevoll) durch Auswaschen von Weizenmehl mit viel Wasser hergestellt werden. Mit dem Anrühren von Seitanfix/Glutenpulver, erhältlich bei veganen Versandländen (oder im Formosa), wird die Eigenproduktion von Seitan um einiges vereinfacht! Der eindeutige Vorteil von Glutenpulver ist, dass man damit sehr kostengünstig Seitan produziert - fertig gekaufter Seitan ist nicht immer billig. Auch lässt er sich so in Konsistenz und Geschmack beliebig variieren!

Tempeh - vollwertiges, fermentiertes Sojaprodukt

Tempeh ist ein traditionsreiches indonesisches Produkt aus fermentierten Sojabohnen und gilt als das ernährungsphysiologisch wertvollste Sojaprodukt. Durch den Fermentierungsprozess, den er bei der Herstellung durchläuft, können seine Nährstoffe besonders gut verwertet werden. Es überzeugt durch seinen sehr feinen, charakteristischen Geschmack.

Tempeh sollte am besten gebraten oder anders zubereitet und eher nicht roh gegessen werden, das schmeckt einfach nicht so gut. Mit seiner Schnittfestigkeit und in runde Medaillons geschnitten macht er sich zu jedem Gericht toll. Weiterführende Informationen und Rezepte: veginsalzburg.bplaced.net/pages/statt.../fleisch.php

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